Camping-Topf zur Stromerzeugung

Mit dem PowerPot von Power Practical lässt sich die Batterie von USB-Geräten mittels Lagerfeuer aufladen.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 93 Beiträge
Von
  • Ben Schwan

Die US-Firma Power Practical hat einen Camping-Topf entwickelt, der zur Stromerzeugung dient, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Der PowerPot V ist ein thermoelektrischen Generator, der Wärme in elektrischen Strom umwandelt. Dafür sind nur Wasser und eine Energiequelle, etwa ein Lagerfeuer oder ein Gaskocher, notwendig. Die Flamme sollte dabei möglichst mittig unter dem Topf konzentriert werden.

Das System erzeugt bis zu fünf Watt Spitzenleistung und soll den Akku eines regulären Handys innerhalb von 60 bis 90 Minuten aufladen können, Smartphones benötigen ein bis zwei Stunden. Auch andere USB-Geräte können betrieben und/oder energetisch aufgefrischt werden. Ein Deckel wird mitgeliefert, das Stromkabel ist temperaturfest. Der PowerPot V lässt sich auf Wunsch auch zur Zubereitung von Nahrung nutzen, dazu wird ein aufsetzbarer Deckel verwendet. Das Gesamtsystem aus Alu ist mit einem halben Kilo Gewicht vergleichsweise leicht und fasst rund anderthalb Liter Wasser.

Power Practical hat mit dem PowerPot X mittlerweile auch eine leistungsstärkere Version in Planung, die größer ausfällt und beispielsweise zwei Smartphones gleichzeitig aufladen kann. Ein entsprechendes Kickstarter-Projekt für das 10-Watt-Gerät wurde in den letzten Tagen erfolgreich abgeschlossen.Power Practical erreichte schon kurz nach seinem Start eine Crowdfunding-Summe von fast 45.000 Dollar.

Der PowerPot X kann mit 2,3 Litern gefüllt werden, kommt mit zwei USB-Ladeanschlüssen und verfügt über einen integrierten Leistungsmesser, was den Output optimieren soll. Zum Preis von 190 Dollar wird ein Deckel und eine Tragetasche mitgeliefert. Power Practical liefert für zehn Dollar mehr außerdem demnächst eine XL-Variante mit 3,8 Litern und ebenfalls 10 Watt Leistung. Die ist aber weniger portabel als die Modelle X und V.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

(bsc)