Canon EOS C70: Canon führt RF-Bajonett in seine Cinema-Linie ein

Mit der EOS C70 hat Canon eine professionelle Videokamera vorgestellt, die sich auch mühelos ins spiegellose EOS-R-System integrieren lässt.

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Die Canon EOS C70 ist das neue Modelle der Cinema-EOS-Reihe.

(Bild: Canon)

Von
  • Sophia Zimmermann

Die Cinema-EOS-Reihe von Canon bekommt ab November Zuwachs. Die EOS C70 besitzt das RF-Bajonett, das der Hersteller bereits bei seinen spiegellosen Systemkameras der EOS-R-Serie einsetzt – entsprechend ähnlich sieht die C70 diesen Geräten zumindest von vorn. Tatsächlich ist die C70 laut Canon das kleinste und leichteste Mitglied der Cinema-EOS-Familie und wiegt lediglich 1,2 Kilogramm. Sie will sich hier als Allrounder platzieren, sowohl für Reportagen als auch für Produktionen für Soziale Medien.

Dank des RF-Bajonetts können Filmer auf die Objektive des EOS-R-Systems zurückgreifen und ihren Spielraum um die dort lichtstarken Festbrennweiten oder Zooms erweitern. Diese sind außerdem in der Regel etwas günstiger als die speziellen Cinema-Objektive des Herstellers (mit EF-Bajonett). So kostet beispielsweise das Normalobjektiv CN-E50mm T1.3 L F knapp 3800 Euro. Das RF 50mm f/1.2 liegt bei etwa 2500 Euro.

Die EOS C70 besitzt 12 konfigurierbare Benutzertasten, zwei Mini-XLR-Schnittstellen sowie eigene Wahlräder zur Tonsteuerung. Das Display reagiert auf Touchgesten und der USB-C-Anschluss unterstützt WLAN- und LAN-Adapter von Drittherstellern.

(Bild: Canon)

Herzstück der EOS C70 ist ein Super-35-mm-CMOS mit Canons Dual Gain Output (DGO) – dabei wird das Bild vom Sensor mit zwei verschiedenen Signalverstärkungen ausgelesen. Canon verspricht so mehr als 16 Blendenstufen Dynamikumfang. Effektiv erreicht der Sensor eine Auflösung von etwa 8,8 Megapixeln. Damit kann er Bewegtbilder in bis zu 4k-Auflösung (max. 4.096 × 2.160) mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde aufzeichnen.

Beim Autofokus orientiert sich die C70 an der spiegellosen Systemkamera EOS R5. Bei dem System soll eine Deep-Learning-KI die Motiverkennung beim Scharfstellen und Verfolgen von Augen, Gesichtern, Köpfen oder Körpern unterstützen. Ihre Aufnahmen speichert die Kamera auf SD-Karte (UHS-II-kompatibel). Sie besitzt zwei Slots, um parallel verschiedene Formate aufzunehmen (im Canon XF-AVC-Format beispielsweise mit bis zu 4K 4:2:2 10 Bit).

Ab November soll die Canon EOS C70 in den Läden stehen und dann voraussichtlich gut 5220 Euro kosten.

(ssi)