Catalina: Daemon schluckt Rechenleistung

Nach Installation von macOS 10.15.7 melden Nutzer einen irrlichternden accountsd. Die CPU-Last steigt manchmal auf das Vielfache.

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(Bild: Screenshot via Apple Support Communities)

Von
  • Ben Schwan

Ärger mit Apples jüngstem Update für sein Mac-Betriebssystem: Zahlreiche User etwa im offiziellen Apple-Unterstützungsforum beklagen sich über Leistungsprobleme nach der Installation von macOS 10.15.7. Die vor knapp zehn Tagen veröffentlichte Aktualisierung sorgt bei manchen Nutzern dafür, dass die Systemlast signifikant steigt.

Ein 18 Seiten langer Thread in den Apple Support Communities zeigt, dass offenbar das Accounts-Framework samt dem zuständigen Daemon accountsd Probleme bereitet. Dieser zwackt sich zwischenzeitlich 400 bis 500 Prozent CPU-Last ab.

Betroffene User sprechen davon, ihr Rechner sei nach Installation von macOS 10.15.7 "unbenutzbar" geworden. Durch den irrlichternden accountsd werden normale Arbeitsprozesse undurchführbar und der Lüfter springt an. Der System-Prozess ist eigentlich dafür da, verschiedene Accounts – etwa die von Twitter oder von E-Mail-Anbietern – zu verwalten und diese dann an Anwendungen weiterzureichen, ohne dass es darin dann notwendig wäre, Nutzername und Passwort einzutippen. Dazu wird die Accounts-Datenbank verwendet.

Warum der Daemon nun "spinnt", ist aktuell noch unklar. Manchmal beendet sich die Abfrage der hohen Prozessorlast von selbst, manchmal bleibt sie die ganze Zeit über bestehen. Es kann helfen, sich mit seiner Apple ID in den Systemeinstellungen auszuloggen. Allerdings bedeutet dies, dass man den Zugriff auf iCloud-Dienste zunächst verliert und Synchronisationsprozesse beim erneuten Einloggen gegebenenfalls wieder durchlaufen werden müssen.

Einige User tippen darauf, dass sich mit macOS 10.15.7 ein Problem mit der Systemsuche Spotlight zeigt, die im Zusammenhang mit accountsd auftritt. Teilweise soll es helfen, das Hauptmedium (Macintosh HD) aus Spotlight auszunehmen, was ebenfalls über die Systemeinstellungen möglich ist. Ein weiterer Troubleshooting-Versuch ist, die Accounts-Datenbank neu aufzusetzen – hier gehen dann aber ebenfalls iCloud-Zugangsdaten verloren.

Apple bereitet nicht nur mit macOS 10.15.7 seinen Nutzern einigen Ärger. Auch das Sicherheitsupdate für macOS 10.14 alias Mojave, das parallel veröffentlicht wurde, musste zurückgezogen und mit einer Zusatzaktualisierung versehen werden, nachdem sich schwere Fehler gezeigt hatten. (bsc)