CentOS 7 schließt zu seinem Vorbild Red Hat Enterprise Linux 7.9 auf

Die Grundlage für die quelloffene Linux-Distribution CentOS 7.9.2009 bildet jetzt das Ende September veröffentlichte Red Hat Enterprise Linux 7.9.

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(Bild: Screenshot)

Von
  • Tim Schürmann

Das CentOS-Projekt erstellt aus den Quellcode-Paketen des kommerziellen Red Hat Enterprise Linux eine (fast) vollständige Kopie. Dabei trägt CentOS das Veröffentlichungsdatum in der Versionsnummer. Beispielsweise verwendet CentOS 7.9.2009 den im September 2020 von Red Hat veröffentlichten Quellcode.

Die Distribution enthält zugleich sämtliche Neuerungen aus RHEL 7.9, die jedoch wie üblich äußerst überschaubar ausfallen. So zeichnet der Performance Co-Pilot (PCP) ab sofort auch "per-thread"-Metriken auf. Die Datenbank MariaDB, der System Security Services Daemon SSSD und der Cluster-Manager Pacemaker sind als fehlerbereinigte Versionen enthalten. Sämtliche Änderungen verraten die auch für CentOS uneingeschränkt geltenden Release Notes von RHEL 7.9.

Die CentOS-Entwickler tauschen für ihre Distribution im Wesentlichen nur das Branding aus. Dies manifestiert sich beispielsweise in einem anderen Hintergrundbild. Eine kurze Liste mit allen gegenüber RHEL geänderten Paketen halten die offiziellen "CentOS-7 (2009) Release Notes" bereit.

Ältere CentOS-7-Installationen aktualisiert der Befehl "yum update" auf die Version 2009. Letztgenannte ersetzt zudem alle vorherigen Versionen aus der 7.x-Reihe, weshalb die CentOS-Entwickler eine Aktualisierung empfehlen. Genau wie RHEL 7 erhält auch die Versionsreihe 7 von CentOS noch bis zum 30. Juni 2024 Support.

Parallel existiert seit letztem Jahr das neuere CentOS 8, das wiederum auf Red Hat Enterprise Linux 8 gründet. Die CentOS-Version 7.9.2009 richtet sich damit primär an Nutzer, die noch CentOS 7 einsetzen oder aber ein System mit i386-, ARM32-, oder PPC64-Architektur verwenden. Diese drei Prozessorarchitekturen unterstützt CentOS 8 nicht mehr.

(bme)