Chaos Engineering: CNCF befördert Chaos Mesh zum Inkubator-Projekt

Das Tool zum Organisieren von Chaos-Engineering-Experimenten in Kubernetes erreicht die nächste Stufe seiner Bewährungsphase auf dem Weg zur Produktionsreife.

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(Bild: Alexey_Erofejchev/Shutterstock.com)

Von
  • Matthias Parbel

Die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) hat bekannt gegeben, dass Chaos Mesh nun offiziell den Status eines Inkubator-Projekts erreicht hat. Nach knapp zweijähriger Bewährungsphase in der Sandbox der CNCF habe sich die Plattform zum Planen und Durchführen von Chaos-Engineering-Experimenten in Kubernetes-Umgebungen erfolgreich weiterentwickelt, und unter anderem zwei Major Releases 1.x und 2.x vorgelegt. Jetzt bekomme das Open-Source-Projekt die Chance, den nächsten Schritt auf dem Weg zur Produktionsreife zu vollziehen.

Als eine häufig in DevOps-Praktiken und das Site Reliability Engineering (SRE) eingebundene Methode dient Chaos Engineering dem Testen und Sicherstellen der Stabilität eines Software- oder Microservices-Systems – insbesondere in Cloud-nativen, containerisierten Umgebungen mit Kubernetes. Vergleichbar mit dem CNCF-Projekt Litmus oder dem auf Netflix zurückgehenden Tool Chaos Monkey stellt auch Chaos Mesh Entwicklerinnen und Entwicklern einen Werkzeugkasten bereit, mit dem sie Tests und Experimente zur Zuverlässigkeit und Resilienz komplexer Umgebungen durchführen können.

Chaos Mesh ist dazu an die Architektur von Kubernetes angepasst und nutzt dessen CustomResourceDefinitions (CRDs), um Chaos-Objekte für die Fehlersimulationen zu definieren. Die erforderliche Autorisierung erfolgt über die RBAC-Policies in Kubernetes. Mit dem Chaos Controller Manager lassen sich die Experimente verwalten und der Einsatz des Chaos Daemon gezielt steuern. Über das integrierte Dashboard behalten Entwicklerinnen und Entwickler dabei den Überblick. Für das Auslösen von Fehlern in Nodes außerhalb von Kubernetes bietet Chaos Mesh zudem die Komponente Chaosd.

Das Projekt geht ursprünglich auf eine Testplattform für die verteilte Datenbank TiDB zurück, die die Vorteile von SQL- und NoSQL in einem DBMS vereinen soll. Chaos Mesh kommt seither bereits bei zahlreichen Unternehmen aktiv zum Einsatz, darunter beispielsweise RabbitMQ und DataStax. Auch Microsoft hat Chaos Mesh als Azure Chaos Studio in seinen Cloud-Dienst integriert, um Anwenderinnen und Anwendern das gezielte Einschleusen von Fehlern in AKS-Cluster zu ermöglichen.

Die Chaos-Engineering-Plattform liegt aktuell in den Versionen 1.2.4 und 2.1.3 auf GitHub als Open Source frei zur Verfügung. Weitergehende Informationen zu Chaos Mesh finden sich im CNCF-Blog anlässlich der Aufnahme in den Inkubator sowie auf der Website des Projekts.

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