China will wohl ab 2035 keine reinen Verbrenner-Autos mehr zulassen

Ein einflussreiches Gremium empfiehlt der chinesischen Regierung ein Zulassungsverbot für Autos mit reinem Verbrenner-Antrieb.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 99 Beiträge

Poduktion des Herstellers Han Teng.

(Bild: hantengauto.com)

Von
  • Andreas Wilkens

In China sollen in 15 Jahren keine Autos mehr neu zugelassen werden, die einen reinen Verbrennungsmotor haben. Das geht aus einer Roadmap der chinesischen Gesellschaft für Automobilexperten hervor, die dem dortigen Industrieministerium zuarbeitet. Ab 2035 sollen demnach nur noch Autos mit "neuartiger Energie" oder mit Hybridantrieb zugelassen werden.

Ein Verbot für Verbrenner in China wird schon länger gemutmaßt, nun nimmt das Szenario anscheinend Gestalt an; die Gesellschaft der Automobilexperten soll großen Einfluss auf die chinesische Politik haben. In ihrer Roadmap schreibt sie, dass bis 2035 gut 50 Prozent der neu zugelassenen Autos mit alternativen Antrieben fahren und auf chinesischen Straßen etwa eine Million Brennstoffzellen-Fahrzeuge unterwegs sein werden. Im vergangenen Jahr wurden in China etwa 1,2 Millionen Elektroautos neu zugelassen, das ergibt einen Marktanteil von 4,5 Prozent.

Die Ingenieure raten der Regierung auch dazu, die Entwicklung vernetzter autonomer Autos voranzutreiben. Die Technik solle bis 2035 in weiten Teilen des Landes eingesetzt werden. Die Experten gehen davon aus, dass der durch Autos erzeugte CO2-Ausstoß bis 2028 sein Maximum erreichen wird, bis 2035 sollen sie dann um 20 Prozent sinken.

Die Roadmap wird nun weiter ausgearbeitet, um in Politik umgemünzt zu werden. Diese soll nicht nur für eine bessere Umwelt sorgen, sondern auch dafür, dass China in der Auto-Antriebstechnik vorn steht.

Der US-Bundesstaat Kalifornien ist in der Hinsicht schon weiter und hat bereits im September dieses Jahres beschlossen, dass ab 2035 nur noch sogar lokal emissionsfreie Autos zugelassen werden. Großbritannien, das ein solches Verbot bislang ebenfalls für 2035 anpeilt, könnte den Plan um fünf Jahre vorziehen.

(anw)