China zeigt Videos, Selfies und Tonaufnahmen vom Mars

Rund sechs Wochen nach der Landung hat China weitere Aufzeichnungen vom Mars veröffentlicht - einschließlich Videos des fahrenden Rovers Zhurong.

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Chinas Mars-Rover Zhurong

Chinas Rover Zhurong auf dem Mars

(Bild: CSNA)

Von
  • Frank Schräer

Chinas Weltraumagentur hat erste Videos und Tonaufnahmen vom Mars veröffentlicht. Die Videos zeigen die vor rund sechs Wochen erfolgte Landung sowie den fahrenden Rover. Die Tonaufnahmen bestätigen die Windgeräusche, die der NASA-Rover Perseverance bereits im März dokumentierte. Außerdem konnte China dank einer außerhalb abgesetzten Kamera Bilder von Rover und Lander aufnehmen.

Die China National Space Administration (CNSA) hat die verschiedenen Aufzeichnungen herausgegeben anlässlich des bevorstehenden hundertjährigen Geburtstages der kommunistischen Partei Chinas, die am 23. Juli 1921 gegründet wurde. Der 240 Kilogramm schwere, solarbetriebene Rover Zhurong ist am 14. Mai gelandet und hat nach diversen Tests und Analysen eine Woche später seine erste Fahrt angetreten. Wenige Tage später hat er erste Fotos von der Mars-Oberfläche geschickt.

Mittlerweile hat Zhurong 236 Meter auf der Marsoberfläche zurückgelegt und konnte dabei auch ein Panoramabild erstellen im Süden des Mars-Gebietes Utopia Planitia, wo er gelandet ist. Zuvor hat der Rover noch eine WLAN-Kamera abgesetzt, kurz nachdem er den namenlosen Lander verlassen hat. Damit konnte er ein Selfie von sich selbst mit dem Lander schießen sowie ein Video aufnehmen, wie er zur Landeplattform zurückkehrt und wendet.

(Quelle: VideoFromSpace)

Nach Angaben eines der CSNA-Mitarbeiter ist der Zhurong Rover unabhängiger als die bisherigen Mond-Rover Chinas. Er kann anhand eigener Auswertungen seiner Kameras selbst entscheiden, ob die vor ihm liegende Mars-Oberfläche befahrbar ist oder nicht. Diese Analyse wird jeden Meter während der Fahrt durchgeführt.

Chinas Bodenfahrzeug von der Größe eines Golfplatzfahrzeugs soll die Oberfläche des Mars etwa drei Monate lang erforschen. Dabei gilt es, Hinweisen auf (gefrorenes) Wasser unter und auf der Oberfläche nachzugehen. Auch das Magnetfeld des Planeten soll vermessen werden.

Eine Wetterstation soll Messungen des Oberflächenklimas machen. Der zur Tianwen-1 Mission gehörende und um den roten Planeten kreisende Satellit wird unterdessen atmosphärische Messungen vornehmen und den Mars kartografieren.

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(fds)