Chinesischer Renault-Partner investiert kräftig in französisches Akkuwerk

Bis zu zwei Milliarden Euro will der chinesische Envision-Konzern in eine Batteriefabrik investieren, die Renault mit Elektroauto-Akkus versorgen soll.

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Elektroauto Renault R5

Mit dem Elektroauto Zoe ist Renault seit Jahren fest auf dem Markt der Batterieautos verankert. Unter der neuen Leitung soll das Geschäft nun auch rentabel werden. Große Hoffnungen trägt das Elektroauto Renault R5 (im Bild). Die Akkus sollen künftig von einer chinesischen Firma in Frankreich kommen.

(Bild: Christoph M. Schwarzer)

Von
  • Florian Pillau
  • mit Material der dpa

Der chinesische Envision-Konzern will in Nordfrankreich bis zu zwei Milliarden Euro in eine Batteriefabrik investieren und dem Autohersteller Renault zuliefern. Bis Ende des Jahrzehnts sollen damit 2500 Arbeitsplätze geschaffen werden, teilte Renault in Boulogne-Billancourt bei Paris mit.

Renault geht nach eigenen Angaben eine Partnerschaft mit Envision AESC ein. Damit wolle der Autohersteller bei E-Autos wettbewerbsfähiger werden. Envision AESC sei bereits Partner des japanischen Herstellers Nissan, mit dem Renault in einer Allianz verbunden ist. Die "Gigafactory" (Renault) soll ihre Fertigung mit einer Kapazität von 9 GWh im Jahr 2024 beginnen und bis 2030 ein Produktionsvolumen von 24 GWh erreichen. Ihre Nähe zu den Renault ElectriCity-Produktionsstätten in Douai, Maubeuge und Ruitz, soll 700 zusätzliche Arbeitsplätze in der Region Hauts-de-France schaffen. Als Entwicklungspartner ist laut einem Memorandum of Understanding auch das französische Batterie-Startup Verkor aus Grenoble im Boot.

Renault-Generaldirektor Luca de Meo muss bei seinen Plänen mit Renault vor allem die Rendite im Auge behalten. Renault hatte im vergangenen Jahr einen Milliarden-Verlust erlitten. Als große Hoffnungen gelten der kürzlich als Studie gezeigte batterieelektrische Renault R5 sowie das Modell MéganE, für das LG Chem derzeit noch die Batteriemodule liefert.

Konkurrent Stellantis mit den Marken Opel, Peugeot oder Fiat hatte bereits eine Batterieproduktion im nordfranzösischen Douvrin angekündigt. Auch in Kaiserslautern ist eine Fertigung geplant.

Mit dem Elektroauto Zoe (Test) ist Renault seit Jahren fest auf dem Markt der Batterieautos verankert.

(Bild: Schwarzer)

Erst im Mai hatte Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire gesagt, er erwarte, dass Renault sich der deutsch-französischen Allianz zur Batteriefertigung anschließt. "Wir müssen die Wertproduktion und damit die Produktion von Batterien nach Frankreich zurückholen", sagte er.

(fpi)