Chipmangel: 100.000 Skodas werden nicht gebaut

Auch Skoda hat mit einem Mangel an elektronischen Bauteilen zu kämpfen. Die Lage könnte sich aber in den nächsten Wochen etwas entspannen, so ein Firmenchef.

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(Bild: HomeArt/Shutterstock.com)

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  • Jobst-H. Kehrhahn

Die Volkswagen-Tochter Skoda kann nach den Worten von Spartenchef Thomas Schäfer wegen fehlender Halbleiter in diesem Jahr 100.000 Autos nicht bauen. "Der Chipmangel schmerzt enorm, auch weil die Nachfrage nach unseren Autos weiterhin sehr hoch ist", sagte Schäfer der Augsburger Allgemeinen für die Samstagsausgabe. Er hoffe, dass sich die Lage in den kommenden Wochen etwas entspannt, nachdem in Malaysia wieder mehr Chips produziert werden könnten. "Die Chipkrise wird sich noch in das kommende Jahr hineinziehen, aber hoffentlich nicht mehr in der Stärke wie 2021", sagte Schäfer. Daimler erwartet erst 2023 eine deutliche Entspannung der Chip-Krise.

Auf die Frage, wann bei Skoda der letzte Verbrenner vom Band liefe, antwortete Schäfer nicht mit einer konkreten Jahreszahl, sagte aber, "dass die Nachfrage nach Autos mit Verbrennungsmotor ab 2030 derart stark zurückgeht, dass sich die Produktion irgendwann nicht mehr lohnt." Aktuell ebbe die Nachfrage nach Autos mit Verbrennungsmotor insgesamt nur leicht ab. Außerdem gebe es regionale Unterschiede: "Nicht überall nimmt die Transformation zur Elektromobilität derart schnell Fahrt auf wie beispielsweise in Norwegen oder den Niederlanden."

Der Volkswagen-Konzern, dessen Tochter Skoda 2020 etwa 940.000 Fahrzeuge baute, hat wie viele andere Hersteller mit einem Mangel an elektronischen Bauteilen zu kämpfen. Hintergrund sind etwa gestiegene Corona-Zahlen in Produktionsländern wie Malaysia. Zudem waren Chiphersteller wegen der Krise im vergangenen Jahr auf Firmen aus der Unterhaltungselektronik- oder IT-Branche umgestiegen.

(keh)