Chrome 88 ist da: Ohne Flash und FTP-Support

Google hat Flash aus Chrome 88 entfernt, auch endet der FTP-Support des Browers. Nutzer bekommen mehr Optionen im Dark Mode und bei der Sicherheit.

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(Bild: monticello / Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Mit Chrome 88 hat Google Flash aus seinem Browser endgültig verbannt. Damit ist es auch Unternehmenskunden nicht mehr möglich, auf Flash-Inhalte zurückzugreifen beziehungsweise sie anzubieten – ihnen legt Google schon seit 2017 nahe, umzusteigen. Adobe selbst hat den Support für Flash beendet.

Zudem soll der FTP-Support enden. Die Nutzung sei laut Google extrem gering, das Protokoll zu unsicher. Bereits vergangenes Jahr war dieser Schritt angekündigt worden. Da hieß es auch, die Umstellung auf FTPS lohne sich nicht. Zudem gebe es genug Ausweichmöglichkeiten. Allerdings scheint es nicht einheitlich für alle Nutzer zu sein, zumindest gibt es Berichte, wonach der FTP-Support nach wie vor läuft. Bei Google heißt es jedoch, er sei für alle Nutzer disabled per default. FTP lässt sich mit Version 88 zumindest in den experimentellen Einstellungen auswählen, also unter chrome:flags und "Enable support for FTP URLs".

Die neue Version bekommt einen ausgeweiteten Dark Mode. Neu ist, dass Scrollbars dunkel sind und auch Webentwickler für ihre Seiten ein Farbschema anlegen können. Manche Nutzer, die Autorin gehört nicht dazu, haben auch eine neue Tabfunktion mit Chrome 88 bekommen, die für Chromebooks schon zuvor eingeführt wurde. Hat man sehr viele Tabs geöffnet, erscheint ein kleiner Pfeil neben der Adresszeile. Klickt man ihn, fährt ein Dropdown-Menü aus und listet die Tabs auf, die sich hierüber ansteuern lassen. Bereits mit der letzten Version zog das Tab-Throttling in Chrome ein – und damit eine höhere Performance.

Auch die Änderung an der Adresszeile war schon mit Chrome 86 angekündigt und soll nun bei noch mehr Nutzern eingezogen sein. URLs werden damit verkürzt auf nur noch die Domain dargestellt; erst beim Mouse-Over wird die vollständige URL angezeigt. Der Google-eigene Passwortmanager warnt nun noch mehr Menschen bei zu simplen und kompromittierten Passwörtern. Er lässt sich nun auch direkt über das Profilfoto finden, ist man angemeldet. Ebenso wie die gespeicherten Standorte und Zahlungsmethoden.

Google schließt in Chrome 88 insgesamt 36 Sicherheitslücken, von denen die meisten als "hoch" eingestuft werden, eine sogar als "kritisch". Die neue Version ist für Windows, macOS und Linux erschienen.

(emw)