Chrome 89: Profil-Auswahl mit persönlichen Einstellungen

Die neue Version von Googles Browser bietet vor allem Platz für Personalisierungen. Chrome 89 bringt die Profil-Auswahl direkt ins Startmenü.

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(Bild: Google)

Von
  • Eva-Maria Weiß

In Googles Browser kann sich nun jeder sein Profil einrichten, speichern und dieses auch direkt beim Start auswählen. Damit eignet sich Chrome für Familien und andere Menschen, die ein gemeinsames Gerät benutzen, oder um die unterschiedlichen Verwendungszwecke besser im Überblick zu haben.

Wie bisher schon kann man in Chrome 89 das Farbschema und andere Designvorlagen auswählen sowie Zugangsdaten speichern. Diese werden nun in einem Profil gespeichert, das beim Start des Browsers ausgewählt werden kann. Ist die Synchronisation aktiviert, sind die Profile auch auf weiteren Geräten abrufbar – samt Design, Lesezeichen, Leseliste und Passwörtern. Neu ist zudem, dass Artikel, die man später lesen möchte, einer Leseliste hinzugefügt werden können.

Entwickelt wurde die Profil-Funktion in München. Das dortige Google Safety Engineering Center (GSEC) ist 2019 eröffnet worden und kümmert sich maßgeblich um Sicherheitsfunktionen in Chrome. Sowohl Passwortmanager als auch den Google Sicherheitscheck stammen aus dem GSEC. Die Profil-Optionen sollen in den kommenden Wochen für alle Chrome-Versionen verfügbar sein.

Chrome für Android kann außerdem Web NFC, mit dem der Browser direkt auf NFC Tags zugreifen kann, ohne auf eine App dafür angewiesen zu sein. Bereits seit Chrome 81 verteilt Google die Funktion teilweise zu Testzwecken. Im Blogbeitrag zu den Betaversionen von Chrome sind die Nutzungsbeispiele ein Museumsbesuch, bei dem per Web NFC Informationen zu Ausstellungsstücken geboten werden können, sowie bei Inventurüberblicken.

Chrome unterstützt auf Android-Geräten nun auch die native Dekodierung von AVIF-Inhalten. Dazu nutzt der Browser AV1-Decoder. Google hat bereits angekündigt, den freien Videocodec in mehr seiner Dienste integrieren zu wollen.

Mit dem Web Serial API kann Chrome am Desktop direkt mit Peripheriegeräten kommunizieren – Google nennt Microcontroller und 3D-Drucker. Adapter oder Treiber sind damit nicht mehr nötig.

(emw)