Chrome OS Flex: Startschuss für Googles Cloud-System auf regulären PCs und Macs

Direkte Konkurrenz für Windows, Linux und macOS: Google bietet künftig Chrome OS kostenlos auch für PC- und Mac-Rechner an.

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(Bild: monticello / Shutterstock.com)

Von
  • Moritz Förster

Unter dem Namen Chrome OS Flex startet Google eine neue Version seines Cloud-Betriebssystems. Kam es bislang ausschließlich auf darauf zugeschnittenen Rechnern wie Chromebooks zum Einsatz, soll es künftig auf generischen PCs und Macs laufen. Die technische Basis ist jedoch dieselbe – und ebenso eingeschränkt ist das System.

Letzteres kann jedoch auch ein Vorteil sein, gerade im Hinblick auf die Administration und Sicherheit. Und beides stellt Google direkt als größten Vorteil gegenüber der Konkurrenz heraus: Alle Rechner lassen sich zentral aus einer Admin-Konsole verwalten, Google kümmert sich um den Betrieb des Back-Ends und liefert stetig Updates.

Ferner würde Chrome OS auch auf regulärer Hardware schneller laufen, für die nötigen Web-Applikationen gelte dasselbe. Und außerdem könnten Unternehmen ihren alten Laptops ein zweites Leben als Cloud-Rechner gönnen. Und lassen sich neue Beschaffungen nicht mehr herauszögern, könne man anschließend laut Google direkt auf Chromebooks umsteigen und so Vorteile wie den speziellen H1-Security-Chip erhalten.

Wer das also als Einstiegsdroge gedachte Flex kostenlos ausprobieren will, kann das System auf einem USB-Stick starten, ausprobieren und installieren. Allerdings befindet es sich zunächst in einem Early-Access-Status und ist noch nicht für den produktiven Einsatz gedacht. Auf einen Zeitplan für die Weiterentwicklung von Flex will sich Google offiziell nicht festlegen. Eine erste Liste kompatibler Modelle existiert jedoch schon.

Technisch basiert Flex auf CloudReady, ein vergleichbares Angebot des Ende 2020 von Google aufgekauften Neverware. Eine Übersichtseite führt die Unterschiede der beiden Systeme auf – und hier versteckt sich ebenfalls die Ansage, dass CloudReady Geschichte ist, sobald Flex als stabile Version vorliegt. Nutzer werden dann in den Genuss eines automatischen Upgrades kommen.

Während der Corona-Pandemie erlebten Chromebooks einen Höhenflug – vor allem an Arbeitsplätzen und im Bildungsbereich. Allerdings brach der Absatz Ende 2021 deutlich ein, weil sich viele Hersteller laut Marktforschern nun stärker auf Windows-Rechner mit höheren Gewinnmargen konzentrieren würden.

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(fo)