Chrome für ARM-Macs angepasst, stürzt aber ab

Chrome 87 bringt unter macOS unter anderem ein neues Icon und liefert eine native M1-Unterstützung mit. Allerdings ist diese noch instabil, wie Google einräumt.

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Das neue Gerät bringt Chrome ins Fernsehen.

(Bild: dpa, Jens Büttner)

Von
  • Ben Schwan

Google hat in dieser Woche mit Chrome 87 die erste nativ für Apples M1-Chips ("Apple Silicon") angepasste Version seines Browsers veröffentlicht. Damit soll die Arbeit noch einmal etwas flotter gehen, weil Apples x86-Übersetzungsengine Rosetta 2 nicht mehr notwendig ist. Wie sich nun allerdings herausstellt, hat der Suchmaschinenriese nicht adäquat getestet: User mit ARM-Macs berichten über nachvollziehbare Abstürze, die auch Google nun eingeräumt hat. Dies geschehe "unerwartet" im Betrieb.

Wie genau es zu dem Fehler kommt, blieb zunächst unklar. Apple hatte Entwicklern seit dem Sommer eigene Developer Transition Kits (DTKs) zur Verfügung gestellt, mit denen Code ausgiebig überprüft werden konnte; seit dieser Woche sind die Intel-Macs nun offiziell auf dem Markt. Der M1-Chrome-Browser ist aber aktuell so instabil, dass sich der Dauerbetrieb schwierig darstellt. Google nennt daher einen radikalen Workaround: Nutzer sollen bestenfalls zurück zur Intel-Version von Chrome 87 kehren. Dies erfolgt über die Chrome-Download-Seite, wenn man dort auf "Mac with Intel chip" klickt.

Alternativ können Betroffene zunächst probieren, die Bluetooth-Unterstützung für Chrome 87 auf ihrem M1-Mac freizugeben; offenbar hat der Crash-Bug etwas damit zu tun. Dazu sollten Nutzer in den Systemeinstellungen unter "Privatsphäre" Chrome als Bluetooth-zugriffsberechtigt markieren und den Browser neu starten. Das dürften allerdings nicht alle Nutzer wollen – auch aus Datenschutzgründen. Wie Chrome-Support-Manager Craig Tumblison weiter schreibt, habe das Chrome-Team bereits "eine Fehlerbehebung identifiziert" und werde diese "bald" verfügbar machen.

ARM-Macs: Apples Umstieg auf eigene Prozessoren

Chrome 87 kommt mit einer Reihe von Neuerungen auch auf dem Mac. Dazu gehört ein neues, an macOS 11 alias Big Sur angepasstes Icon, verschiedene interne Optimierungen, die einen 25 Prozent schnelleren Start und 7 Prozent schnellere Seitenladevorgänge verspricht, sowie eine geringere Speicherlast. Chrome gilt auf dem Mac als wahrer RAM-Fresser. Zudem enthält Chrome 87 diverse Sicherheitsfixes. Es sollen mehr als 33 sein. (bsc)