Cisco bringt den ersten 800G-Switch auf einer Höheneinheit

Der Nexus 9232E ist Ciscos erster 800G-Switch der 9000-Serie. Er bietet viele Optionen fürs Rechenzentrum – jedoch steht die Konkurrenz schon bereit.

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Von
  • Benjamin Pfister

Mit dem Modell Nexus 9232E bringt Cisco den ersten 800G fähigen Switch in der Nexus-9000-Reihe für Rechenzentren. Zwar nehmen sich immer mehr Hersteller solcher Geräte für diese Datenraten an – für die breite Masse dürfte dies jedoch noch nicht von Relevanz sein: Cisco nennt als Zielkunden Cloud-Provider und KI/ML-Anwendungen.

Insgesamt kommt der Switch auf eine Switchingkapazität von 25,6 Tbit/s auf Basis seines ASICs des Typs Silicon One G100 und der 32 QSFP-DD800-Ports auf einer Höheneinheit. Falls an einigen Ports auch geringere Datenraten ausreichen, gibt es Breakout-Optionen: Darüber stehen 2 × 400G, 8 × 100G, 4 × 25G/10G bereit. Als Basis dient das bekannte Netzwerkbetriebssystem NX-OS. Für ein Out-of-Band-Management verfügt der Switch über einen 1G- und einen 10G-Port. Zusätzlich verfügt er über einen Vierkernprozessor der Reihe Intel Broadwell-DE NS, 32 GByte DRAM und 128 GByte SSD-Speicher.

Laut aktuellem Datenblatt lassen sich die Lüftungsrichtungen (vorn nach hinten vs. hinten nach vorn) nicht – wie bei anderen Switches der 9000er-Serie – anpassen. Es besteht nur die klassische Lüftung von vorn nach hinten. Sechs Lüfter und die optional zwei Netzteile bieten Redundanz für Ausfälle einzelner Bauteile. Für temporäre Überlastsituationen steht zur Sicherung der Dienstgüte (Quality of Service – QoS) ein gemeinsamer Pufferspeicher von 180 MByte zur Verfügung. Gemäß Angaben von Cisco eignet er sich in aktuellen Leaf/Spine-Architekturen für beide Rollen.

Passend zum neuen Switch kündigt Cisco auch zwei QSFP-DD800-Module an: Das QDD-8X100G-FR bündelt achtmal 100G über eine MPO12 Steckverbindung bei einer Reichweite von bis zu 2 km. Das QDD-2X400G-FR4 bietet zweimal 400G über eine LC-Duplex-Steckverbindung bei gleicher Reichweite.

Es bleibt jedoch abzuwarten, wie der Switch am Markt angenommen wird: Nvidia veröffentlichte bereits im März dieses Jahres mit seiner Spectrum-4-Baureihe einen 51,2 Tbit/s fähigen Chip. Gleiches gilt für Broadcom mit seinem Tomahawk 5 im August.

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(fo)