Cloud-native: Solo.io bringt neues API-Gateway für Gloo Mesh an den Start

Gloo Mesh 1.1 erweitert die auf Istio aufbauende Enterprise-Software um Gloo Mesh Gateway, das sowohl Mesh- als auch Edge-Architekturen bedienen können soll.

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Gloo Mesh Enterprise

(Bild: akedesign/Shutterstock.com)

Von
  • Silke Hahn

Solo.io, ein Anbieter Cloud-nativer Tools, hat Version 1.1 seines Enterprise-Produkts Gloo Mesh veröffentlicht und das auf Istio beruhende Ökosystem dabei um ein API-Gateway erweitert. Gloo Mesh Gateway umfasst laut Ankündigung im Firmenblog außerdem einen Kubernetes-Ingress-Controller zum Steuern und Verwalten von Diensten. Zuvor waren die API und die Service-Mesh-Komponenten getrennte Technologien, die separat zu konfigurieren und verwalten waren (in unterschiedlichen Control Planes).

Den Nutzerinnen und Nutzern verspricht das Solo-Team, dass sie Gloo Mesh als Layered Gateway mit differenzierten Policies und Verwaltungsroutinen für unterschiedliche Bereiche der betreuten Cluster konfigurieren können. Alternativ ist offenbar auch das Einrichten als virtuelles Gateway möglich. Die Kombination aus Gloo Mesh Core und dem neuen Gateway hat Solo unter der Bezeichnung "Gloo Mesh Enterprise" zusammengefasst, und das vereinheitlichte Produkt soll unter anderem Funktionen für Serverless Computing enthalten, Zugang zu einem Developer-Portal sowie Hilfestellung, wie sich Datenverlust vermeiden lässt. Insgesamt dürften die Konfiguration und das Betreiben der mit Gloo verwalteten Dienste in Kubernetes-Umgebungen nun leichter von der Hand gehen, wie das Solo-Team in Aussicht stellt.

Neben externer Authentifizierung, bei der die API-Gateways als Kontrollpunkt für eingehende Verbindungsanfragen dienen, bietet das Istio-API-Gateway Gloo Mesh laut Solo komplexeren Multi-Cluster Ingress zum Konfigurieren mehrerer Ingress-Optionen über verschiedene Cluster hinweg, die sich offenbar in einem VirtualGateway aggregieren lassen. Das Gateway soll mit der Observability-Komponente, die in den Kernfeatures der Gloo-Plattform enthalten ist, zusammenarbeiten. Zudem können Nutzerinnen und Nutzer für verschiedene Namespaces auch unterschiedliche Gateways einrichten. Das Solo-Team plant laut eigenen Angaben langfristigere Unterstützung als bisher, und nutzerseitig verspricht die Ankündigung eine überarbeitete Observability.

Unter der Haube steckt in Gloo Mesh die Open-Source-Software Istio, die ursprünglich von Google entwickelt worden war. Das entsprechende API-Produkt heißt Gloo Edge und beruht auf dem Open-Source-Projekt Envoy, das wiederum von dem Anbieter der Fahrdienst-App Lyft entworfen worden war. Gloo Mesh Enterprise führt laut Herstellermeldung das Plug-in-Konzept von Istio mit Envoy zusammen. Gloo Edge unterstützt dem Blogeintrag zufolge die verbreiteten REST-APIs, allerdings unterstützt es noch keine GraphQL-APIs. Einer Recherche von TechCrunch zufolge plant Solo, auf der Gloo-Plattform künftig auch GraphQL zu unterstützen.

Gloo Mesh hatte im März 2021 die erste Hauptversion erreicht, das API-Gateway Gloo gilt bereits seit November 2019 als produktionsreif. Details zum aktuellen Release lassen sich dem Blogeintrag bei Solo.io entnehmen.

(sih)