Clubhouse-Konkurrenz: Amazon arbeitet an Live-Audio-Plattform

Amazon arbeitet laut US-Medienberichten an einem Konkurrenzprodukt zu Clubhouse, mit dem Nutzer in Zukunft wohl auch Live-Autritte und Konzerte anhören können.

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(Bild: Michael Vi/Shutterstock.com)

Von
  • Marie-Claire Koch

Amazon investiert gemäß US-Medienberichten in eine neue Live-Audio-Funktion – die anderen Live-Audio-Produkten wie Clubhouse, Twitter Spaces und der neuen Live-Audio-Plattform von Spotify ähnelt. Nutzerinnen und Nutzer sollen wohl bald über ihre Amazon-Konten Zugriff auf Live-Konzerte oder Auftritte haben. Das Unternehmen stehe in Kontakt mit Künstlerinnen und Künstlern und Plattenfirmen. Starten soll das Projekt zunächst in den USA.

Hörer können in Zukunft über die geplante App, Audible, Amazon Music und über mit dem Sprachassistenten Alexa ausgestattete Geräte mit den Inhalten interagieren. In einer Skizze der App, die The Verge bereits vorlag, waren verschiedene Live-Sendungen wie etwa die der National Basketball Association (NBA) auf einem Bildschirm zu sehen.

Zwar soll die Anwendung mit Codenamen "Project Mic" vor allem darauf ausgerichtet sein, dass Personen sich eigene Musikprogramme zusammenstellen können, Sportsendungen stünden allerdings auch zur Auswahl. Mit der Stimme ist über Alexa eine Interaktion mit der Sendung möglich – auch eine Optimierung für Autos sei in Arbeit.

Auf eine Anfrage von heise online zu den Audio-Plänen hat Amazon bisher noch nicht reagiert.

Laut Angaben von Axios arbeitet Amazon aktuell auch an einer Live-Audio-Funktion für seinen Live-Videodienst Twitch. Talk-Radio-Programme seien ebenfalls im Gespräch. Spotify bietet seit diesem Jahr bereits die Radiofunktion "Musik + Talk" an.

In den letzten Monaten starteten immer mehr Plattformen Live-Audio-Dienste, wobei Clubhouse, das mit diesem neuen Format bekannt wurde, bereits im März 2020 startete. Erst kürzlich schaltete Facebook Live-Audio-Räume für ausgewählte Personen und Gruppen frei, während Twitter für sein Audio-Format Spaces das Hinzufügen von bis zu drei Themen testet. Auch Reddit und Discord arbeiten an Live-Audioformaten, diese sind aber nicht für alle öffentlich zugänglich – LinkedIn will ebenfalls Live-Audio-Funktionen starten.

(mack)