Cluster-Manager: D2iQ kündigt das Aus für die Mesosphere-DC/OS-Plattform an

Nach der Neuausrichtung im vergangenen Jahr bringt D2iQ nun Klarheit in die Produktstrategie – zugunsten der D2iQ Kubernetes Platform (DKP).

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(Bild: zhangyang/Shutterstock.com)

Von
  • Matthias Parbel

Das 2019 aus Mesosphere hervorgegangene Unternehmen D2iQ will seine Ausrichtung auf Kubernetes und Cloud-native Werkzeuge gezielter vorantreiben. Die auf dem Open-Source-Clustermanagementsystem Apache Mesos aufsetzende Plattform Mesosphere DC/OS wird dabei allerdings keine Rolle mehr spielen. Während anlässlich der Neuausrichtung von D2iQ im vergangenen Jahr noch die Rede davon war, DC/OS weiter pflegen zu wollen, verkündet CEO und Mitgründer Tobi Knaup nun deren Aus: "Wir starten heute den Prozess zur Auflösung der Mesosphere-DC/OS-Plattform."

Das Unternehmen wolle künftig alle Ressourcen auf die neu entwickelte D2iQ Kubernetes Platform (DKP) samt ergänzender Produkte wie Kommander, Konvoy, Dispatch und Conductor konzentrieren, die allesamt auf die sogenannten Day-2-Anforderungen für Anwendungen im produktiven Einsatz ausgelegt sind. Dabei stehen vor allem Skalierbarkeit, Security, Ausfallsicherheit, Management und Compliance im Fokus. Bereits die zurückliegenden 18 Monate habe das Unternehmen dazu genutzt, DKP zu einer stabilen Plattform auszubauen, die auch den höchsten Anforderungen von Großkunden beim Einsatz von Kubernetes gerecht wird. Im Hinblick auf den Funktionsumfang liege DKP inzwischen mit Mesosphere DC/OS weitgehend gleichauf – in einigen Punkten sogar schon voraus, betont Knaup.

Der komplette Stack der D2iQ Kubernetes Platform (DKP).

(Bild: D2iQ)

Kunden, die den Cluster-Manager DC/OS noch im Betrieb haben, sichert D2iQ weiterhin Support zu, eine Weiterentwicklung oder gar neue Funktionen für die Plattform werde es aber nicht mehr geben. Stattdessen erhalten Anwender Unterstützung bei der Migration auf die D2iQ Kubernetes Platform.

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Im Zuge der neu ausgerichteten Produktstrategie habe D2iQ zudem die Größe des Unternehmens angepasst, um "flinker und schlanker zu werden" – womit Knaup offenbar umschreiben möchte, dass sich die Geschäftsführung von Mitarbeitern getrennt hat. Dass die D2iQ-Führung richtige Entscheidungen getroffen habe, macht der Firmenchef in seinem Blogbeitrag unter anderen an den jüngsten Erfolgen im zurückliegenden Quartal fest: Es sei gelungen, mehrere Geschäftsabschlüsse rund um die D2iQ Kubernetes Platform unter Dach und Fach zu bringen, die allesamt jeweils über eine Millionen US-Dollar Umsatz gebracht hätten.

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