Containerisierung: Kubernetes 1.21 mit stabilen CronJobs erschienen

Immutable Secrets sowie Neuerungen im Release-Prozess sind unter anderem Teil der aktuellen Version der Container-Orchestrierung.

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(Bild: zhangyang13576997233 / Shutterstock.com)

Von
  • Madeleine Domogalla

Das Kubernetes-Entwicklerteam hat Version 1.21 der Container-Orchestrierung veröffentlicht. Das Update hat 51 Neuerungen im Gepäck – darunter 13, die nun als stabil eingestuft sind. Beispielsweise die seit Version 1.8 als Beta gekennzeichnete CronJobs-API gilt ab sofort als stabil. Zudem lassen sich Secrets als unveränderlich markieren. PodSecurityPolicy sowie das Service-Feld topologyKeys gelten ab sofort als veraltet (deprecated).

Die CronJobs-Schnittstelle hat die Beta-Phase nach etwas über einem Jahr Entwicklungszeit verlassen. Nutzer und Nutzerinnen erhalten mit CronJobs die Möglichkeit, regelmäßig wiederkehrende Aufgaben im Cluster auszuführen. Ursprünglich als ScheduledJobs bezeichnet, sind CronJobs vergleichbar mit dem von Unix bekannten cron und in Kubernetes als API angelegt, mit der sich Job-Objekte erstellen lassen. Kubernetes 1.20 enthielt bereits eine Neuimplementierung der seit Version 1.8 als Beta gekennzeichneten CronJobs, die der API in den Status stabil verhelfen sollte.

Als stabil gilt nun auch die Funktion Immutable Secrets und ConfigMaps. Mit dem Update gibt es eine neue Möglichkeit, einzelne Secrets und ConfigMaps vom Standard abweichend als unveränderlich (immutable) zu markieren. Bei Clustern, die Secrets ausgiebig nutzen, bietet das Verhindern von Änderungen an den Daten einige Vorteile. Offenbar besteht ein Schutz vor versehentlichen oder auch unerwünschten Aktualisierungen, die neue Anwendungsausfälle verursachen können. Zudem soll die ausgesetzte Veränderungsoption die Performance der Cluster verbessern, indem die Last auf dem API-Server reduziert wird, da als unveränderlich markierte Secrets nicht weiter überwacht werden.

Der Release-Zyklus der Container-Orchestrierung bringt eine größere Neuerung bezüglich der Verantwortlichkeit der Prozesse im Release-Team. Nach eigenen Angaben ist das Team von einem synchronen Kommunikationsmodus, bei dem die Community offenbar regelmäßig um Input gebeten wurde, zu einem Modus gewechselt, bei dem die Community neue Features und/oder Bugs zur Veröffentlichung freigibt. Ergebnis der Umstellung sei eine gestiegene Zusammenarbeit innerhalb der Community, was sich in der hohen Anzahl an neuen Features des aktuellen Releases widerspiegle.

Nähere Informationen zu Kubernetes 1.21 finden sich im Beitrag auf dem Kubernetes-Blog und in den Release Notes auf GitHub.

(mdo)