Containervirtualisierung auf ARM-Macs: Docker Desktop nun verfügbar

Docker ermöglicht jetzt auch auf Macs mit Apple-Chips das Erstellen von Images für ARM- und x86-Architekturen. Es gibt noch kleinere Einschränkungen.

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(Bild: Docker)

Von
  • Leo Becker

Nach längerer Betaphase liegt Docker in einer ersten finalen Fassung für neue Macs mit ARM-basierten Apple-Prozessoren vor. Docker Desktop für Mac wird in Version 3.3.1 als alleinstehende Fassung für Intel-Macs sowie Macs mit Apple-Chips zum Download angeboten.

Eine jetzt auch auf M1-Macs nativ laufende Version der Containervirtualisierung räume Entwicklern mehr Auswahlmöglichkeiten für ihre lokalen Entwicklungsumgebungen ein und erweitere die Entwicklungspipeline für ARM-basierte Programme, wie Docker mitteilte.

Es habe große Nachfrage nach einer Docker-Version für Macs mit Apple-Chips gegeben, heißt es beim Hersteller. Keine Funktion auf der öffentlichen Roadmap habe bislang derart viel Zustimmung erfahren. Seit Dezember konnten Entwickler erste Versionen von Docker auf ARM-Macs testen, es habe viel Feedback und Bug-Reports gegeben. Bislang bietet Apple MacBook Air, Mac mini und das MacBook Pro 13" mit eigenen M1-Chips an.

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Docker erlaubt das Erstellen und Betreiben von Linux-Containern. Auch die neue Version von Docker Desktop für ARM-Macs unterstützt Multi-Plattform-Images, betonte Docker, entsprechend ist die Arbeit mit Images für ARM- und x86-Architekturen möglich. Aktuell setzt Docker noch die Installation von Apples Übersetzungsschicht Rosetta 2 auf ARM-Macs voraus, da immer noch Darwin/AMD64-Binaries vorliegen. Man wolle das in einem künftigen Release aber beheben.

Noch gibt es außerdem Images, denen die Anpassung für ARM64 fehlt, etwa das mysql-Image, wie Docker anmerkt. Man könne Intel-Images zwar per Emulation ausführen, doch dies bringe QEMU auf den M1-Macs unter Umständen zum Absturz und der Container werde dann nicht mehr ausgeführt. Entsprechend wird empfohlen, ARM64-Container in Docker auf den neuen Macs zu verwenden, diese seien auch schneller und weniger speicherhungrig. In Containern funktioniere das Tool ping nicht erwartungsgemäß, so die Entwickler, man solle deshalb auf curl oder wget ausweichen.

(lbe)