Corona: Apple verschiebt Rückkehr ins Büro

Konzernchef Tim Cook hat beschlossen, dass seine US-Mitarbeiter erst Anfang 2021 wieder dauerhaft an die Standorte kommen müssen.

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Der Apple Park – hier noch im Bau.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple wird seine Mitarbeiter noch für eine ganze Weile vom Heimbüro aus arbeiten lassen. Das kündigte Konzernchef Tim Cook in einem Interview an. Dies gilt zunächst für die Angestellten in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo die zweite Welle der Corona-Krise voll ausgebrochen ist. Man habe "die Zeitperiode, in der US-Mitarbeiter zurückkommen soll, bis Anfang nächstes Jahr" nach hinten gerückt, so Cook gegenüber dem Wirtschaftssender Bloomberg. Der Apple-CEO sagte weiter, dies habe "mit dem Erfolg eines Impfstoffes, mit dem Erfolg von Therapien" zu tun – sowie jeweils örtlichen Bedingungen.

Der iPhone-Hersteller hat seine ganz eigene COVID-19-Strategie, die auch regelmäßig angepasst wird. Dies gilt auch für die hauseigenen Apple Retail Stores. Ob ein Laden geschlossen wird oder nicht, hat demnach unter anderem mit der aktuellen Gesamtfallzahl, dem Verhältnis von positiven zu negativen Corona-Tests, der Auslastung von Krankenhäusern samt Notfallbetten und Beatmungsgeräten sowie sogar die Anzahl asymptomatisch getesteter Personen.

"Wollen Sie wissen, wo COVID-19 als nächstes zuschlägt? Schauen Sie auf die Schließungen der Apple Stores", beschrieb das Wall Street Journal Apples Vorgehen. Der Konzern fordert Informationen von den Gesundheitsbehörden an – selbst dann, wenn sie noch nicht veröffentlicht wurden.

Cook zufolge agiert Apple wie ein "Akkordeon". Der Konzern öffnet und schließt Büros und Geschäfte demnach "je nach Notwendigkeit aus den Daten". Ursprünglich wollte Apple seine US-Büros früher wieder voll- oder zumindest teilbesetzt haben.

Das Unternehmen, bei dem für Produktneuerungen eine hohe Geheimhaltungsstufe herrscht, soll unter dem Homeoffice-Ansatz stärker leiden als andere Techkonzerne, ist sein neues Hauptquartier Apple Park doch explizit auf Austausch vor Ort angelegt. Dennoch gelang es Apple, verschiedene neue Produkte während der Corona-Krise zu launchen. Das "iPhone 12" wird aber verschoben. (bsc)