Corona-Effekt: Fitness-Geräte, Spielekonsolen und Smartwatches werden beliebter

Der Pandemie-Lockdown führt in Nordamerika zu mehr Verkäufen bestimmter digitaler, vernetzter Geräte. PCs stellen im Internet nicht mehr die Mehrheit.

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Frau bei Fitnessübungen auf Matte, im Vordergrund ein Handy

(Bild: antoniodiaz/Shutterstock.com)

Von
  • Frank Schräer

Viele digitale, vernetzte Geräte verkaufen sich in Nordamerika seit Beginn der Coronavirus-Pandemie deutlich besser. Dazu gehören Smart-Sport- und Fitness-Geräte, Spielekonsolen, E-Book-Reader, Smartwatches, VR-Headsets und Alarmsysteme. Die Konsumenten haben sich wohl zu Hause besser eingerichtet, nachdem sie nicht mehr in Fitness-Studios oder zur Arbeit gehen konnten.

Das geht aus einer in dieser Woche veröffentlichten Studie des Netzwerk-Software-Anbieters Cujo AI hervor. Cujo AI hat dafür von Januar 2020 bis April 2021 Daten über einer Milliarde in den USA und Kanada vernetzter Geräte analysiert. Das kalifornische Unternehmen bietet Cybersicherheits- und Geräteverwaltungssoftware für Netzbetreiber in Nordamerika an.

Besonders in den ersten Monaten der Pandemie waren laut Studie Smart-Sport- und Fitness-Geräte sowie E-Book-Reader gefragt. Letztere konnten ein Wachstum von 150 Prozent verzeichnen, haben im Laufe der Zeit aber an Popularität eingebüßt. Die temporäre Schließung der Fitness-Studios hat die Konsumenten nicht davon abgehalten, weiter Sport zu treiben. Sie haben das eben in die eigenen vier Wände verlegt. Ab März 2020 waren vernetzte Fitness- und Sportgeräte 50 Prozent mehr gefragt als zuvor.

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Im Gegensatz dazu verzeichneten andere vernetzte Geräte wie Tablets und Smart-TVs wenig bis kaum Corona-bedingtes Wachstum, da diese in Nordamerika bereits zuvor verbreitet waren. Lediglich Streaming-Geräte für Videodienste wie Netflix sind anfangs etwas gewachsen. Im Gaming-Bereich ist die Sony Playstation 4 weiterhin die beliebteste Spielkonsole. Smartwatches konnten gegen Ende 2020 deutlich zulegen und haben im Weihnachtsgeschäft ein Wachstum von 40 Prozent verzeichnet.

Für traditionelle Internet-Geräte zeigt die Studie, dass der PC nicht mehr das meistgenutzte System ist. Smartphones sind demnach mittlerweile in der Überzahl und stellen 38 Prozent aller mit dem Internet verbundenen Geräte. In Nordamerika machen Apples iOS-Geräte über zwei Drittel aller Mobilgeräte aus, während gleichzeitig mehr als 7000 verschiedene Android-Geräte genutzt werden.

(fds)