Corona-Pandemie: Apple verschiebt Rückkehr ins Büro auf unbestimmte Zeit

Omikron und Infektionszahlen stören Apples Zeitplan für den Wechsel zum Hybrid-Arbeitsmodell erneut. Die Büros stehen aber offen, so der Apple-Chef.

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Apple Park

Apples Firmenzentrale in Cupertino.

(Bild: Apple)

Von
  • Leo Becker

Apple-Mitarbeiter können länger im Homeoffice bleiben. Statt, wie zuletzt vorgesehen, am 1. Februar 2022 für drei feste Tage pro Woche in die Büros zurückkehren zu müssen, startet Apples geplante Hybrid-Arbeitsmodell nun zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt. Das gab Apple-Chef Tim Cook gegenüber Mitarbeitern bekannt.

In einem internen Memo verwies Cook zur Begründung auf "steigende Fallzahlen in vielen Teilen der Welt" und auf die Omikron-Variante. Die Büros bleiben aber offen und "viele Kollegen erscheinen bereits regelmäßig vor Ort", wird der Apple-Chef von Bloomberg zitiert. Jeder Mitarbeiter soll einen Bonus in Höhe von 1000 US-Dollar erhalten, der sich etwa für die Ausstattung des Heim-Büros einsetzen lässt.

Angestellten wurde von Cook erneut die Impfung sowie Auffrischungsimpfung empfohlen, um sich selbst und andere zu schützen. Während andere US-IT-Riesen wie Google ungeimpften Mitarbeitern inzwischen mit Kündigung drohen, herrscht bei Apple bislang keine Impfpflicht.

Die steigenden Fallzahlen machen auch Apples Retail-Sparte zu schaffen: Kurz nachdem der Konzern in den USA wieder eine allgemeine Maskenpflicht in seinen Ladengeschäften angekündigt hatte, wurde bekannt, dass offenbar drei weitere Stores in USA und Kanada wegen Corona-Ausbrüchen vorübergehend geschlossen werden. Den 1000-Dollar-Bonus sollen auch Retail-Mitarbeiter erhalten.

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Apple musste die allgemeine Rückkehr zur Büropräsenz bereits mehrfach aufschieben. Bei manchen Mitarbeitern löste der Plan ursprünglich Proteste aus, sie forderten – nach über einem Jahr im Homeoffice – mehr Flexibilität und die Option, weiterhin von zu Hause aus zu arbeiten. Apples Management hält die gemeinsame Arbeit vor Ort für "essenziell für Apples Firmenkultur und Zukunft". Die erfolgreiche Weiterentwicklung von Produkten aus dem Homeoffice in den zurückliegenden Monaten sei nur durch vorhergehende gemeinsame Arbeit im Büro möglich gewesen.

(lbe)