Corona-Pandemie: Fahrradabsatz normalisiert sich

Der Verkauf von Fahrrädern läuft schneller wieder an als befürchtet. Offenbar gibt es einen gewissen Nachhol-Effekt.

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Der Verkauf von Fahrrädern läuft weiterhin gut, bei der Infrastruktur bleibt in einigen Städten noch reichlich Raum für Verbesserungen.

(Bild: Stadt Göttingen - Christoph Mischke)

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Die Fahrradbranche lässt die Krise rund um die Corona-Pandemie bereits weitgehend hinter sich. Bei Verbandsumfragen zeigten sich zwei Drittel der Händler und 69 Prozent der Werkstätten und anderen Dienstleister überzeugt, im laufenden Jahr den gleichen oder sogar einen höheren Umsatz zu erzielen als im Vorjahr. 54 Prozent der Händler hätten berichtet, dass sich der Absatz bereits normalisiert habe, berichtete der Zweirad-Industrie-Verband am Dienstag (19. Mai 2020) in Bad Soden bei Frankfurt.

Die Corona-Beschränkungen hatten die Branche in der wichtigsten Verkaufssaison getroffen, dem Frühjahr. Die Unternehmen waren daher ihren Verbänden zufolge auf die Soforthilfen angewiesen und nutzten zudem das Instrument der Kurzarbeit, um ihre Fachkräfte zu halten. Auf Kredite griffen nur 18 Prozent der Händler zurück. Weniger als 10 Prozent hätten Mitarbeiter entlassen.

Die Nachfrage sei nach Wiederöffnung der Geschäfte sofort wiedergekommen, berichteten ZIV, der Bundesverband Zukunft Fahrrad und der Verbund Service und Fahrrad. Das Fahrrad habe als krisensicheres Verkehrsmittel auch neue Zielgruppen überzeugt. Einen Schub hätten digitale Angebote erhalten. Händler, Hersteller und Dienstleister forderten gemeinsam eine Verbesserung der Infrastruktur und ein fahrradfreundliches Verkehrsklima als Voraussetzungen für ihren wirtschaftlichen Erfolg.

(mfz)