Corona-Warn-App auf dem iPhone: Nutzer genervt von Fehlermeldungen

Die offizielle Anwendung des Robert-Koch-Instituts spuckt gelegentlich Warnungen aus, die aktuelle Region werde nicht unterstützt. Das liegt angeblich an Apple.

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Corona-Warn-App des Bundes.

(Bild: RKI)

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Die inzwischen mehr als 12 Millionen Mal heruntergeladene offizielle Corona-Warn-App von Bundesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) stört manche iPhone-Nutzer mit verwirrenden Fehlermeldungen. Eine, die besonders häufig auftritt, lautet, dass Kontaktmeldungen von "Corona-Warn" in dieser Region "möglicherweise nicht unterstützt" würden. Dennoch läuft die App offenbar wie gewünscht weiter und sorgt für das geforderte Contact-Tracing im Fall von Infektionen in der Nähe.

Laut Angaben der Entwickler von Deutscher Telekom und SAP liegt das jedoch nicht an der App selbst. Wie sie in ihrer FAQ zur App schreiben, werde die Meldung "direkt vom Betriebssystem bzw. dem Exposure Notification Framework [Apples und Googles API für das Contact Tracing, Anm. d. Red.] ausgelöst".

Die Entwickler betonen, man solle die Meldung einfach mit "OK" bestätigen, die Kontaktermittlung funktioniert dennoch "ganz normal". Allerdings soll es dennoch sinnvoll sein, zu überprüfen, ob das sogenannte COVID-19-Kontaktprotokoll tatsächlich aktiv ist. Checken lässt sich dies in den Geräteeinstellungen unter "Datenschutz", "Health" und "COVID-19-Kontaktprotokoll". Dort muss zu sehen sein, dass die Kontaktermittlung läuft. Laut FAQ handelt es sich bei der Fehlermeldung "um einen iOS-Fehler". Apple arbeite "bereits an einer Lösung, die voraussichtlich mit dem nächsten iOS-Update ausgeliefert wird", heißt es weiter.

In der FAQ nennen die Macher von Telekom, SAP und RKI auch den Grund dafür, warum die Corona-Warn-App störenderweise noch immer nicht in allen App Stores von Apple verfügbar ist, was sie für Touristen schlicht nicht nutzbar macht. "Nach eingehender Prüfung der Situation wurde festgestellt, dass eine Veröffentlichung der Corona-Warn-App in App Stores außerhalb von Deutschland im Moment aus rechtlichen Gründen nur nach einer Einzelfallprüfung möglich ist", heißt es in der FAQ lapidar.

Mittlerweile ist es immerhin gelungen, einige EU-Länder – darunter Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, die Tschechische Republik, Polen, Dänemark sowie Bulgarien und Rumänien – abzudecken. Wer als US-Tourist das Contact-Tracing möchte, schaut jedoch weiter in die Röhre.

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(bsc)