Coronavirus: Apple schließt ein Viertel der US-Läden erneut

Wegen der steigenden Zahl an Covid-19-Infektionen macht der iPhone-Konzern seine Filialen in mehreren US-Bundesstaaten wieder dicht.

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(Bild: dpa, Christophe Ena/AP/dpa)

Von
  • Leo Becker

Gut ein Viertel der jüngst erst wieder geöffneten Apple Stores in den USA wird wegen der Coronavirus-Pandemie erneut geschlossen. In der laufenden Woche will der iPhone-Hersteller weitere 30 Ladengeschäfte in mehreren US-Bundesstaaten schließen, 47 sind bereits wieder dicht. Die Gesamtzahl der erneut erforderlichen Schließungen steigt damit auf derzeit 77 Filialen – unter den insgesamt gut 270 in den Vereinigten Staaten betriebenen Stores.

Die Ladenschließungen betreffen die Bundesstaaten Kalifornien, Georgia, Alabama, Idaho, Louisiana, Nevada und Oklahoma sowie Läden in Florida, Mississippi, Texas und Utah, wie der Wirtschaftssender CNBC berichtet. Man schließe die Läden vorübergehend als Vorsichtsmaßnahme wegen der "aktuellen Covid-19-Bedingungen" und wolle diese alsbald möglich wieder öffnen, teilte Apple gegenüber dem Sender mit. Mehrere US-Bundesstaaten verzeichnen derzeit einen sprunghaften Anstieg bei Coronavirus-Infektionen.

Apple erwirtschaftet rund 30 Prozent seines Multi-Milliarden-Umsatzes über den eigenen Handelskanal, das schließt neben den Ladengeschäften auch den Online-Store ein. Die erste größere Schließungsphase im Frühjahr scheint sich nicht unmittelbar auf das Geschäft des Unternehmens ausgewirkt zu haben: Viele Kunden seien auf Online-Bestellungen umgeschwenkt, die Retail-Sparte habe deshalb im ersten Quartal einen neuen Rekordumsatz erwirtschaftet, wie Apple bei der Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen Anfang Mai mitteilte.

Ein Großteil der Ladenschließungen erfolgte allerdings erst gegen Ende des ersten Quartals: Als einer der ersten großen Einzelhändler hat Apple gut 450 Läden in mehreren Ländern Mitte März geschlossen. In China erfolgte zu dieser Zeit gerade die Wiedereröffnung der Apple-Läden. In Deutschland wurden die Apples Stores im Mai erneut aufgesperrt und sind seitdem für Kunden geöffnet – mit verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen wie Maskenpflicht, Temperaturmessungen und begrenzter Besucherzahl.

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(lbe)