Coronavirus-Pandemie: Google sammelt offene Daten auf Github

Offene Daten zum Coronavirus aus verschiedenen Quellen: Google will mit einem eigenen Portal Wissenschaftlern helfen.

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(Bild: Maridav/Shutterstock.com/heise online)

Von
  • Martin Holland

Google hat in einem Open-Data-Portal verschiedene Daten zusammengetragen, die zum Verständnis der Coronavirus-Pandemie beitragen können. Das teilte der US-Konzern mit und erweitert damit auch sein eigenes Datenangebot, das auf riesiges Interesse gestoßen sei. Das für Android verantwortliche Unternehmen macht seit April Daten zur Mobilität vieler Millionen Nutzer zugänglich, die bis auf die regionale Ebene Auskunft dazu geben, wie die Menschen in der Pandemie etwa den öffentlichen Nahverkehr nutzen oder zur Arbeit gehen. Noch viel mehr Daten sammelt Google nun in dem sogenannten "COVID-19 Open Data repository" auf Github.

Mit den Daten zur Mobilität der Android-Nutzer – Ähnliches gibt es für iOS-Nutzer von Apple – in aller Welt wollte Google nach eigenen Angaben "Gesundheitsbehörden bei kritischen Entscheidungen zur Bekämpfung des Coronavirus helfen". Sie sollten beispielsweise zeigen, wie sich die teilweise drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf die Bewegungstrends auswirken. Ähnlich argumentiert der US-Konzern nun auch zur Vorstellung des Datenportals: Ein fehlender Zugang zu qualitativ hochwertigen Datensätzen sei in der Krise ein großes Problem und selbst da, wo es Daten gebe, seien die verstreut und schwer zu finden. Die Erforschung des Virus' und seiner Folgen sollte aber nicht durch einen Kampf mit Daten erschwert werden.

In den Datenbanken würden deshalb ganz verschiedene Daten zu SARS-CoV-2 und Covid-19 zusammengetragen und um wichtige Informationen etwa zur Bevölkerungszahl oder Wirtschaft Dutzender Staaten ergänzt. Zu jedem Datensatz würde die Quelle genannt, damit eine unabhängige Überprüfung möglich ist. Enthalten ist außerdem ein Datensatz zu Trends bei den Google-Suchen nach Hunderten verschiedenen Symptomen, die mit der Krankheit in Verbindung gebracht werden, schreibt Google noch. Für Gesundheitsbehörden gibt es außerdem einen Simulator. Wer lediglich einen Blick auf die Daten werfen will, kann für simple Visualisierungen einen eigenen Explorer nutzen, den Google ebenfalls bereitstellt.

(mho)