Covid-19: Durcheinander in der RKI-Datenbank auf NPGEO

Bis kurz vor 9 Uhr wurden am Dienstag unter dem angeblich aktuellen Datenstand Zahlen von Montag ausgeliefert.

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(Bild: NPGEO)

Von
  • Andreas Stiller

Schlechte Vorlage vom Robert Koch Institut für die Corona-Sitzung der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten/innen: Wer die aktuellen Corona-Zahlen aus der RKI-Datenbank auf NPGEO (Nationale Plattform für geografische Daten) holen wollte, bekam bis Dienstagmorgen gegen 8:45 Uhr unter dem Datenstand 28.10.2020 00:00 Uhr nur die überholten Zahlen von Montag ausgeliefert. Viele per Cronjob automatisierte Downloads sind also untauglich.

Inzwischen findet man die aktualisierten Zahlen (mit 14.964 Neuinfektionen für Deutschland) sowohl in der Datenbank, im Dashboard und in der RKI-Übersicht "COVID-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit."

Immer wieder kommt es beim RKI, bei den Gesundheitsämtern und -Landesbehörden und den Datentransfers zu Pannen bei der Datenübertragung, so wurden etwa vergangenen Freitag durch den zeitweisen Ausfall eines RKI-Webservers nach einem DDoS-Angriff vielen Daten nicht übertragen.

Wer die Daten von der NPGEO herunterlädt, muss sie ohnehin immer genau auf Vollständigkeit überprüfen. Nicht selten kommt es vor, dass man ohne Fehlermeldung nur einen Teil der Daten ausgeliefert bekommt.  So  heißt es schon seit langem auf der Website: "Aktuell werden die Downloadmöglichkeiten auf dieser Seite überarbeitet. Es kann daher zu Unstimmigkeiten bei den Datensätzen kommen. Bitte nutzen Sie bei Bedarf für den Download der *.csv diesen alternativen Link: Download der Daten als CSV (*.csv)"

Doch auch von dem alternativen Link wurden zumindest früher manchmal nur Fragmente ausgeliefert. Der letzte Eintrag der RKI-Covid19-Tabelle mit der höchsten ObjectID sollte vom LK Altenburger Land (Thüringen) mit Altersgruppe 80+, weiblich (oder wie aktuell mit Altersgruppe "unbekannt") stammen.   (mho)