Covid-19 Falschinformation: Facebook sperrt Venezuelas Präsidenten für 30 Tage

Eine Thymian-Kräuterlösung könne die Krankheit heilen. Für diese Aussage in einem Video zu Covid-19 sperrt Facebook den venezolanischen Präsidenten für 30 Tage.

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(Bild: Derick Hudson/Shutterstock.com)

Von
  • Bernd Mewes

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro wurde für die Aussage in einem Video, dass eine Thymian-Kräuterlösung Covid-19 heilen könnte, auf Facebook gesperrt. Das auf Facebook veröffentlichte Video wurde von dem sozialen Netzwerk inzwischen gelöscht und Maduro könne die nächsten 30 Tage nichts auf der Plattform posten, berichtet die BBC.

Das Video, das auf der Facebook-Seite Maduros gepostet wurde, sei entfernt worden, weil es gegen die Richtlinien des Konzerns zu Fehlinformationen über Covid-19 verstoßen habe und die Menschen einem Risiko mit Folgeschäden ausgesetzt würden, erklärte ein Facebook-Sprecher gegenüber der BBC. "Wir folgen den Anweisungen der WHO" und dass es demnach aktuell keine Medikamente zur Heilung des Virus gebe, erklärt der Facebook-Sprecher weiter.

Im vergangenen Jahr löschte Facebook bereits ein Video von Brasiliens Präsidenten Bolsonaro wegen der Behauptung, dass das Medikament Hydroxychloroquin – das unter anderem für die Behandlung von Malaria zugelassen ist – bei der Behandlung von Covid-19 wirksam sei. Von Donald Trump wurden vor seinem Ausschluss zwei von ihm veröffentlichte Facebook-Videos mit den Behauptungen, dass Covid-19 "weniger tödlich" als die Grippe sei und Kinder "fast immun" gegen das Coronavirus seien, ebenfalls gelöscht. Ein Twitter-Post über ein weiteres Heilmittel vom venezolanischen Präsidenten wurde nach Angaben der BBC ebenfalls wegen Falschinformationen vom Kurznachrichtendienst gelöscht.

Laut einer Analyse des Center for Countering Digital Hate (CCDH) – einer gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation (NGO) gegen Online-Hass und Fehlinformationen – seien nur ein Dutzend Menschen für die Verbreitung von Tausenden Anti-Impf-Beiträgen auf Facebook und Twitter verantwortlich, darunter befinde sich auch Robert F. Kennedy Jr. – der Neffe des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy –, der eine der Gruppen leite, heißt es in dem Bericht weiter.

(bme)