Crash-Erkennung: Wie iPhone und Apple Watch bei Autounfällen helfen sollen

Sowohl iPhone 14 als auch Apple Watch Series 8 kommen mit einer neuen Autounfallerkennung: Wir erklären, wie sie funktioniert.

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 53 Beiträge
iPhone 14 mit Crash-Erkennung.

iPhone 14 mit Crash-Erkennung.

(Bild: Apple / Screenshot Video)

Von
  • Ben Schwan

Zu den neuen Funktionen in allen vier Modellen der iPhone-14-Reihe sowie in Apple Watch Series 8, Ultra und SE 2 gehört die Erkennung von Autounfällen. Die Geräte nutzen dazu verschiedene der integrierten Sensoren, um möglichst zweifelsfrei zu detektieren, dass der Nutzer einen Crash hatte. Anschließend aktiviert sich sofort eine Notruffunktion, die automatisch abläuft, solange sie nicht händisch abgebrochen wird.

Apple hat nun einen Überblick in englischer Sprache publiziert, wie dies in der Praxis umgesetzt wird. Zudem wurden Informationen bekannt, wie Apple seine Algorithmen aus dem Bereich des maschinellen Lernens trainiert hat, um die Funktion umzusetzen. Das war augenscheinlich durchaus aufwendig. Funktionieren soll die Autounfallerkennung – sei es nun ein Zusammenstoß von der Seite, von vorne oder von hinten oder ein Überschlag – mit Limousinen, Minivans, SUVs, Pickups sowie "anderen Pkw". Tests mit Lkw sind offenbar nicht erfolgt.

Wird ein Unfall erkannt, liest das iPhone zunächst vor, dass es einen Crash erkannt hat und zeigt dies auch auf dem Bildschirm. Reagiert man nicht, wird ein Notruf abgesetzt. Die Uhr wiederum gibt ein Signal und virbriert, zeigt ebenfalls eine Nachricht an. Hat die Uhr eine Verbindung zu WLAN-Netz oder LTE, versucht sie ebenfalls einen Notruf. Auch hier ist ein Abbruch möglich. Der Notruf erfolgt als Ansage, wenn der Nutzer nicht selbst sprechen kann. Dabei wird mitgeteilt, dass es einen Unfall gegeben hat, außerdem werden die Koordinaten mitgeteilt.

Apple nutzt zur Unfallerkennung eine ganze Reihe von Datenquellen. Dazu gehören die in den unterstützten Geräten integrierten – genaueren – Beschleunigungs- und Kreiselsensoren, aber auch das Mikrofon von iPhone und Apple Watch sowie der Luftdrucksensor, mit dem das Auslösen von Airbags erkannt werden kann. Laut Apple wurde das System an über einer Million Stunden echter Crash- und Fahrdaten trainiert, Apple soll sogar selbst Crashtests durchgeführt haben.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (Google Ireland Limited) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Apples Ansicht nach werden seine Produkte immer häufiger zu Lebensrettern: Nahezu in jeder Präsentation des Konzerns, in der es auch um die Apple Watch geht, wird erwähnt, dass die Computeruhr Erkrankungen früherkannt oder bei Notfällen geholfen habe – stets in Verbindung mit entsprechenden Nutzerberichten. In eher zynischen Kommentaren heißt es dazu bereits, Apple wolle seinen Kunden das Gefühl geben, dass sie ohne seine Produkte sterben könnten. Tatsächlich macht sich der Konzern augenscheinlich viel Mühe, solche Features umzusetzen. Wie gut die Unfallerkennung funktioniert, müssen allerdings noch unabhängige Tests zeigen – ob die überhaupt erfolgen, bleibt abzuwarten. Eine Garantie, dass die Technik funktioniert, gibt Apple selbstverständlich nicht.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Mehr von Mac & i Mehr von Mac & i

(bsc)