Cyberkriminalität: Weniger Ransomware, aber wieder mehr Malware

2022 stieg das Malware-Volumen erstmals wieder, bei gleichzeitig weniger Ransomware-Attacken – zumindest global, denn in Europa gilt der gegensätzliche Trend.

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(Bild: Skorzewiak/Shutterstock.com)

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  • Moritz Förster

Fast ein Viertel weniger Ransomware-Angriffe, jedoch 11 Prozent mehr Malware-Attacken – die Security-Gefahren haben sich in der ersten Jahreshälfte 2022 deutlich geändert. Zumindest aus globaler Sicht, denn gleichzeitig scheinen sich Cyberkriminelle zunehmend auf andere Länder zu konzentrieren. So gab es auf die traditionell schwerpunktmäßigen Ziele in den USA, Großbritannien und Deutschland konträr zum Trend weniger Malware-Angriffsversuche, wie SonicWall in seinem aktuellen Report feststellt. Eine immer stärkere Rolle spielt IoT-Malware, hier wurde ein Anstieg von 77 Prozent registriert.

Die ersten sechs Monate fiel die Anzahl der Ransomware-Angriffe deutlich im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2021, wobei das Volumen 2022 im Vergleich zu den Vorjahren hoch bleibt.

(Bild: SonicWall)

Als Grund für den gleichzeitigen globalen Rückgang an Ransomware-Attacken sieht SonicWall den Angriff auf die Ukraine: Russische Cyberkriminelle seien durch den Krieg in ihren Aktivitäten eingeschränkt. Jedoch weist der Report auch hier auf einen neuen Schwerpunkt hin, denn während Ziele in den USA 42 Prozent weniger Ransomware-Angriffen ausgesetzt waren, stiegen diese in Europa um 63 Prozent. Ferner nahm das Volumen der via HTTPS verbreiteten Schadsoftware um 132 Prozent zu – und SonicWall gibt an, dass die Rate zuvor unbekannter Malware um 45 Prozent gestiegen sei, was gut 1500 neuen Variante pro Tag entspräche.

Weitere ausgewählte Informationen zum ersten Halbjahr 2022 sind frei verfügbar, für den vollständigen Report ist eine Registrierung bei SonicWall vonnöten.

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(fo)