Cybersicherheit: Microsoft, Google und Amazon kooperieren mit neuer US-Behörde

Die für Cybersicherheit zuständige US-Behörde will zusammen mit Privatunternehmen als erstes die Gefahr angehen, die von Ransomware ausgeht.

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Die Erkenntnisse des Ignaz Semmelweis lassen sich anscheinend auch auf Computer übertragen.

(Bild: CISA)

Von
  • Andreas Wilkens

Die US-Regierung will Behörden und Unternehmen besser für Angriffe aus dem Cyberspace präparieren. Ihre Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hat dazu eine Behörde eingerichtet, die Verteidigungsvorkehrungen vorbereiten soll.

Daran wollen sich unter anderem Google, Amazon, Microsoft, AT&T und Verizon beteiligen. Von Regierungsseite sind dabei das U.S. Cyber Command, die National Security Agency, das Justizministerium, das Federal Bureau of Investigation und das Office of the Director of National Intelligence.

Die neue Behörde Joint Cyber Defense Collaborative (JCDC) soll die Entwicklung von Cyber-Verteidigungsplänen leiten und diese mit Bundes- und lokalen Behörden sowie Unternehmen mit Hilfe deren Knowhows abstimmen und umsetzen. So sollen Cyberrisiken vermindert, die Abwehr geübt und vereinheitlicht werden, geht aus einer Mitteilung der CISA hervor.

Zusammen mit den bisher beteiligten Unternehmen soll sich das JCDC als erstes um die Bekämpfung von Ransomware – also Krypto-/Erpressungstrojaner – insbesondere von Cloud-Diensteanbietern kümmern. Dafür soll ein Plan entwickelt werden, wie der Umgang mit solchen Angriffen koordiniert werden kann.

Die CISA wurde Ende 2018 als eigenständige US-Bundesbehörde gegründet, sie steht unter Aufsicht des Department of Homeland Security. Ihre Aufgabe ist es, die Cybersicherheit auf allen Regierungsebenen zu verbessern. Außerdem kümmert sich die Behörde um die Kommunikation in Notfällen.

Im Jahr 2019 registrierte die CISA eine Steigerung von 153 Prozent der Angriffe mit Ransomware auf Bundes-, regionale und lokale Behörden gegenüber dem Vorjahr. Knapp 1000 behördliche Stellen, Bildungs- und Gesundheitsinstitutionen seien davon betroffen gewesen. Insgesamt sei dadurch ein Schaden von 7,5 Milliarden US-Dollar entstanden.

(anw)