DDR4-DRAM so günstig wie noch nie: 16 GByte Arbeitsspeicher für 50 Euro

Im Sommer sind die Preise für DDR4-Module weiter gesunken, sodass selbst Oberklasse-Kits ab DDR4-3600 erschwinglich sind.

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(Bild: c't)

Von
  • Mark Mantel

Arbeitsspeicher aus der DDR4-Generation nähert sich seinem Lebensabend – und fällt noch einmal im Preis, was die Zusammenstellung eines PCs umso attraktiver macht. Die günstigsten 16-GByte-Kits sind bereits für weniger als 50 Euro zu haben. Damit unterbieten sie die bisherigen Tiefstpreise vom November 2019 knapp.

Mit Taktfrequenzen von 1500 MHz (DDR4-3000) und 1600 MHz (DDR4-3200) sind die Module sogar moderat schnell. Langsamere Kits, zum Beispiel DDR4-2400, bieten derzeit keinen nennenswerten Preisvorteil und sind daher für PC-Selbstbauer unattraktiv.

Wer etwas mehr ausgibt, bekommt 16 GByte große DDR4-3600-Kits mit niedrigen CL16-Timings ab 75 Euro – die Ballistix-Varianten von Crucial sind seit Juli um 25 Prozent im Preis gesunken. Einen Aufschlag für 16 GByte große Riegel gibt es nicht mehr: 32-GByte-Kits mit zwei Modulen sind ab knapp 100 Euro erhältlich.

Mit AMDs Zen-3-Generation – Ryzen 4000 genannt oder vielleicht Ryzen 5000, um Verwirrung mit den Ryzen-4000G-Kombiprozessoren zu vermeiden – und Intels Rocket Lake-S (Core i-12000) erscheinen noch mindestens zwei CPU-Baureihen mit DDR4-Controllern. Käufer können sich einen potenten PC zusammenstellen, der mit bis zu 16 Rechenkernen für viele Jahre gewappnet ist, und sich zurückgelehnt erst einmal die Entwicklung von DDR5 ansehen.

Die Spezifikation für DDR5-DRAM ist seit Juli 2020 finalisiert; kommendes Jahr sollen erste Plattformen mit entsprechender Unterstützung erscheinen. Erfahrungsgemäß sind neue Speichergeneration zum Start jedoch deutlich teurer als die jeweiligen Vorgänger, ohne einen allzu hohen Geschwindigkeitsvorteil zu bieten. Schnellere Module brauchen traditionell zusätzliche 1–2 Jahre bis zur Markteinführung.

(mma)