DDoS-Attacken: Angreifer fordern Bitcoin von verschiedenen E-Mail-Anbietern

Bei einer DDoS-Attacke waren mindestens sieben E-Mail-Service-Provider betroffen, von denen die Angreifer Geld forderten. Auch das BSI wurde informiert.

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(Bild: Pavel Ignatov/Shutterstock.com)

Update
Von
  • Marie-Claire Koch

Auf mehrere E-Mail-Anbieter werden seit einigen Tagen DDoS-Attacken gefahren, zu den betroffenen Diensten zählen Posteo, mailbox.org, Runbox, Fastmail und Thexyz. Erste Angriffe, die mit anschließenden Geldforderungen einhergingen, starteten am vergangenen Donnerstag und liefen bis Montag. Dadurch kam es teilweise zu Netzstörungen und eingeschränkter Erreichbarkeit der entsprechenden Dienste aufgrund eines erhöhten Datenverkehrsaufkommens.

Den betroffenen Unternehmen wurde bei Nichtzahlung der Summe gedroht, die Netzwerke offline zu schalten, wie das US-Medium The Record berichtet. Die Höhe der Forderungen von der Gruppe, die sich selbst als "Cursed Patriarch" bezeichnete, habe sich auf 0,06 Bitcoin (derzeit ungefähr 3.217,75 Euro) belaufen. Laut Informationen, die The Record erhielt, erreichten die DDoS-Angriffe den Angaben zufolge Werte von bis zu 256 Gbit/s.

In einem Blog-Eintrag informierte Posteo über die DDoS-Attacke. Man wolle die Forderungen nicht zahlen, da die Unternehmen dadurch noch attraktiver für weitere Angriffe werden. Häufig werden solche Forderungen auch nach den Zahlungen nicht eingestellt. Mit technischen Maßnahmen könne man den Attacken entgegenwirken, so Posteo. [UPDATE 26.10.2021: Auch Mailbox.org berichtete von solch einer Attacke, bei der sogar 291 Gbit/s erreicht wurden.] DDoS-Angriffe zielen häufig darauf ab, die Verfügbarkeit von Diensten einzuschränken, um etwa von einem weiteren Angriff abzulenken, um Daten abzugreifen.

Immer wieder gibt es DDoS-Attacken, kürzlich warnte auch das BSI in einem Sicherheitsbericht davor. In Ungarn wurden Ende September Banken und die dortige Telekom von umfangreichen DDoS-Angriffen heimgesucht.

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(mack)