DJI Mini 3 Pro: Kleine Drohne soll großen Ansprüchen genügen

DJI hat mit dem Verkauf der bisher leistungsstärksten Kameradrohne seiner leichten und handlichen Mini-Serie begonnen.

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(Bild: DJI)

Von
  • Nico Jurran

DJI hat seinen zusammenklappbarer Quadrokopter “Mini 3 Pro” präsentiert. Die Drohne ist so handlich wie ihre Vorgängerinnen Mavic Mini, Mini 2 und Mini SE und lässt sich mit einem Gewicht von gerade einmal 249 Gramm gemäß den Vorschriften vieler Länder weiterhin in der untersten Drohnenkategorie mit den geringsten Auflagen fliegen. Der Zusatz “Pro” weist aber bereits darauf hin, dass hier mehr Funktionen integriert wurden als bei den anderen DJI-Drohnen dieser Größenordnung.

So lassen sich mit dem neuen Modell Videos unter anderem mit einer Auflösung von 4K bei einer Bildwiederholrate von 60 fps drehen – dank möglicher 90-Grad-Gimbal-Rotation inklusive qualitativ hochwertiger vertikaler Aufnahmen für soziale Medien. Zudem wurde die Flugzeit der DJI Mini 3 Pro gegenüber ihren Vorgängerinnen auf eine maximale Flugzeit von 34 Minuten mit einer einzigen Akkuladung verlängert.

Vor allem aber verfügt die DJI Mini 3 Pro über eine Hinderniserkennung in drei Richtungen, die durch Sensoren vorne, hinten und unten realisiert wird. Das ist eine Premiere für die Mini-Serie. Die Sensoren vorne und unten haben ein breiteres Sichtfeld und bieten laut DJI so eine nahtlose Abdeckung für eine bessere Routenplanung und eine bessere Wahrnehmung der Umgebung.

Die DJI Mini 3 Pro hat Sensoren an der Vorder-, Rück- und der Unterseite, die Zusammenstöße mit Hindernissen verhindern sollen.

(Bild: DJI)

Diese Sensoren ermöglichen auch das erweiterte Assistenzsystem für Pilotinnen und Piloten (APAS) 4.0, das Hindernisse während des Fluges automatisch erkennt und einen sicheren Weg um sie herum findet. Die DJI Mini 3 Pro ist auch die erste Drohne der Mini-Serie, die neben APAS auch “FocusTrack” nutzen kann. Hier wählt man ein Motiv aus, welches die Drohne dann automatisch in der Bildmitte hält, während sie gleichzeitig eine sichere Flugroute wählt. Bekannte Funktionen wie “QuickShots” (vorprogrammierte Trickaufnahmen) und “MasterShots” (verschiedene Flugmanöver werden ausgeführt, während das Motiv in der Bildmitte bleibt) und Hyperlapse (dynamischer Zeitraffer) sind ebenfalls wieder an Bord.

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Die DJI Mini 3 Pro hat darüber hinaus ein laut Hersteller verbessertes Kamerasystem mit 1/1,3″-CMOS-Kamerasensor. Sie hat eine Blende von f/1.7 und nimmt Fotos mit bis zu 48 MP und Videos mit bis zu 4K/60 auf. HDR-Videoaufnahmen sind mit Bildraten von bis zu 30 Bildern pro Sekunde möglich. Die Mini 3 Pro nutzt DJIs proprietäres “O3 Übertragungssystem”, das laut Entwickler eine Live-Ansicht in 1080p aus einer Entfernung von bis zu 12 Kilometer liefert.

DJIMini 3 Pro mit der neuen Fernbedienung DJI RC und mitgeliefertem Zubehör.

(Bild: DJI)

DJI erweitert mit der Einführung der neuen Drohne außerdem sein Produktsortiment um die sogenannte “DJI RC”-Fernsteuerung mit integriertem 5,5-Zoll-Touchscreen. Da die “DJI Fly”-App bereits integriert ist, benötigt man kein Smartphone mehr für die Steuerung und kann sein Handy wieder unabhängig nutzen.

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Die DJI Mini 3 Pro kann beim Hersteller und bei autorisierten Handelspartnern in verschiedenen Konfigurationen vorbestellt werden und wird ab dem 17. Mai ausgeliefert. Die DJI Mini 3 Pro (ohne Fernsteuerung) kostet ab 739 Euro. Diese Variante ist für Nutzerinnen und Nutzer gedacht, die bereits eine kompatible Fernsteuerung besitzen. Die DJI Mini 3 Pro kostet mit der “gewöhnlichen” Fernsteuerung DJI RC-N1 ab 829 Euro und mit dem neuen Controller DJI RC ab 999 Euro.

Weiterhin sind Zubehörsets für die DJI Mini 3 Pro erhältlich. Das DJI Mini 3 Pro Fly More Set kostet ab 189 Euro und enthält zwei Akkus, eine Zwei-Wege-Ladestation, zwei Propellersätze und eine Umhängetasche. (nij)