Daimler und Volvo vergeben Brennstoffzellen-Großauftrag an Bosch

Für die Wasserstoff-Lkw von Daimler und Volvo soll Bosch ein wichtiges Bauteil liefern. Ein Bosch-Manager nennt das "Perspektive für die deutschen Standorte".

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LKW mit Brennstoffzelle Werbebild

Die Elektro-Lkw von Volvo sollen bald ihren Strom aus Brennstoffzellen beziehen.

(Bild: Volvo)

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  • dpa

Der Technologiekonzern Bosch hat von Cellcentric, dem Gemeinschaftsunternehmen von Daimler Trucks und der Volvo Group für Lkw-Brennstoffzellen, einen Großauftrag erhalten. Der Zulieferer wird für das Unternehmen elektrische Luftverdichter liefern, sagte Stefan Hartung, Chef des Bosch-Unternehmensbereichs Mobility Solutions, den Stuttgarter Nachrichten (Ausgabe von Donnerstag, 17.6.). Dieser Luftverdichter ähnele technisch dem Turbolader, den man aus Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren kenne.

Hartung sieht darin ein Anzeichen dafür, dass technische Konzepte für die Brennstoffzelle "sehr wohl eine Perspektive für die deutschen Standorte bieten". Zum Auftragswert wollte ein Bosch-Sprecher keine Angaben machen.

Der Bosch-Manager findet, ein schnelles Zulassungsverbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sei ein Risiko für die Beschäftigung. Damit werde hinter viele Arbeitsplätze ein Fragezeichen gemacht und auch die soziale Akzeptanz für die erforderlichen Maßnahmen verringert. "Wenn ich um meinen Arbeitsplatz fürchte oder ihn gar verliere, habe ich möglicherweise andere Sorgen als den Klimaschutz und entziehe ihm meine Unterstützung." Gegen die Menschen werde sich Klimaschutz aber nicht realisieren lassen.

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(fpi)