Datenbankdienst: Google verschafft mehr Einblick in Cloud SQL

Das neue Werkzeug Cloud SQL Insights soll Entwickler beim Aufspüren und Beheben von Performanceengpässen im Datenbankdienst unterstützen.

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(Bild: metamorworks/Shutterstock.com)

Von
  • Matthias Parbel

Anwendern von Googles Datenbankdienst Cloud SQL for PostgreSQL steht ab sofort das neue Observability-Werkzeug Cloud SQL Insights zur Verfügung, das über ein Dashboard Einblicke in die Metriken der letzten sieben Tage verschafft. Ergänzend zu Googles Monitoring- und APM-Tools (Application Performance Management) soll Insights vor allem Entwicklerinnen und Entwicklern helfen, die im Rahmen von DevOps-Prozessen Verantwortung für die Leistungsfähigkeit ihrer Datenbankanwendung tragen. Anhand von Insights sollen sie die Leistungsmetriken des Datenbankdienstes leichter nachvollziehen können, um etwaige Engpässe schneller aufzuspüren und zu beheben.

Cloud SQL Insights stellt Metriken sowie Traces über OpenTelemetry und die Google-Dienste Cloud Monitoring und Cloud Trace API über offene Standards bereit, sodass auch eine nahtlose Zusammenarbeit mit anderen Observability-Werkzeugen gewährleistet sei. Im Unterschied zu anderen Tools verfolge Insights jedoch einen auf Microservices und MVC-Architekturen (Model-View Controller) zugeschnittenen Ansatz, der das Monitoring der Datenbank aus dem Blickwinkel der Applikation betrachte.

Entwickler haben dabei die Möglichkeit, Abfragen anhand von Tags mit spezifischen Geschäftsfunktionen wie beispielsweise Zahlung, Versand, Inventar oder Geschäftsanalyse zu verknüpfen, um die individuelle Datenbanklast der mit diesen Funktionsbereichen verbundenen Microservices nachzuvollziehen. Insights fasst die Daten zu einem holistischen Überblick zusammen, der nach konkreten Geschäftsfunktionen gegliedert ist und nicht allein nach Datenbankabfragen.

Holistischer Überblick der Datenbanklast nach Geschäftsfunktionen in Cloud SQL Insights.

(Bild: Google)

Darüber hinaus stellt Cloud SQL Insights Anwendern einen SQL Commenter zur Verfügung, der bei der Analyse von Problemen helfen soll, die sich im Zusammenhang mit Objektrelationalen Mappern (ORMs) ergeben können. Die Open-Source-Library soll anhand der ORMs automatisch erkennen können, welcher Anwendungscode Probleme verursacht. Dazu markiert SQL Commenter nach seiner Installation Abfragen selbstständig – Anpassungen am Code sind daher nicht erforderlich.

Einen vollständigen Überblick der Funktionen und Visualisierungsoptionen von Cloud SQL Insights liefert der Blogbeitrag zur Freigabe des Tools sowie in dessen Dokumentation.

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