Datenverarbeitung: IBM bindet Confluent in Cloud Pak for Integration ein

Im Zuge einer strategischen Partnerschaft bietet IBM die Confluent-Plattform statt deren Basis Apache Kafka als Bestandteil von Cloud Pak for Integration an.

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(Bild: kentoh / Shutterstock.com)

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  • Rainald Menge-Sonnentag

IBM und Confluent haben eine Partnerschaft angekündigt, in dessen Zuge die Confluent-Plattform Bestandteil des Cloud Pak for Integration wird. Letztere bietet Big Blue als Integrationsplattform für Anwendungen und Daten an. Sie bietet einen modularen Ansatz für und mit containerisierten Anwendungen.

(Bild: IBM)

Confluent ist das Unternehmen hinter Apache Kafka, einer verteilten Plattform für Big-Data-Anwendungen im Bereich Messaging und Streaming. Das ursprünglich von LinkedIn entwickelte System, das im April in Version 2.6 erschienen ist, befindet sich seit 2012 unter dem Schirm der Apache Software Foundation. Den Namen verdankt die Plattform dem tschechischen Autor Franz Kafka, wie Jay Kreps, einer der Kernentwickler, sagt: "Ich dachte mir, da Kafka ein System ist, das auf Schreiben optimiert ist, wäre der Name eines Schriftstellers sinnvoll."

Die Kafka-Entwickler gründeten 2014 Confluent aus LinkedIn heraus aus und bieten mit dem Unternehmen eine auf Enterprise-Anwendungen ausgelegte Plattform auf Basis von Apache Kafka an. Wie bei anderen Open-Source-Projekten erweitert das kommerzielle Angebot die quelloffene Basis um zusätzliche Funktionen unter anderem für Monitoring, Infrastruktur und den Betrieb. Neben der Confluent-Plattform hat das Unternehmen einen verwalteten Cloud-Service im Portfolio.

Apache Kafka ist bereits seit geraumer Zeit Bestandteil des Cloud Pak for Integration. Durch die Partnerschaft baut IBM das Angebot nun auf die vollständige Confluent-Plattform mit den zusätzlichen Funktionen aus.

Für den First- und Second-Level Support ist Big Blue zuständig; Confluent übernimmt auf der dritten Ebene für komplexere Problemstellungen. Der Beitrag auf dem Confluent-Blog sieht die Partnerschaft als Zeichen dafür, dass Event-Streaming nach einer längeren Phase, in der vor allem Start-ups als Early Adopters auf Apache Kafka gesetzt haben, nun im Mainstream angekommen ist.

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IBM führt im Cloud-Blog als Grund für die Integration auf, dass viele Unternehmen personalisierte Anwendungen erstellen möchten und dafür Echtzeitdaten wie Transaktionen, Klicks auf Webseiten oder Sensordaten von einem IoT-Endgerät nutzen wollen. Für diese Art der Datenverarbeitung biete Confluent die umfassendste Plattform an.

(rme)