Deep Dive: Das enthält der Chip des Raspberry Pi Zero 2 W

Der Pi Zero 2 W nutzt eine Variante des auf dem Pi 3 eingesetzten SoC. Ein Blogger hat sich das im Detail angeschaut und interessante Dinge herausgefunden.

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Raspberry Pi auf Silizium Chip
Von
  • Carsten Wartmann

Der Raspberry Pi Zero 2 W ist in der Maker-Community gut angekommen und eine willkommene Erweiterung der Palette von Minicomputern, klein, sparsam und endlich nicht mehr so lahm. Die Spezifikationen und Leistungsdaten zum eingesetzten SoC BCM2710A1 hat die Raspberry Pi Foundation selbst veröffentlicht, unter anderem hat Eben Upton ein interessantes Video-Interview dazu gegeben. Die Community hat recht schnell eigene Tests und Benchmarks durchgeführt, auch in der Make 6/21 (erscheint am 9. Dezember 2021) wird es dazu einen Artikel geben.

Der ausgelötete Chip, in der Mitte erkennt man eine Himbeere in den Ball-Grid-Pins.

(Bild: electronupdate.blogspot.com)

Viele Maker und Youtuber bekamen schon vorab Testobjekte und Daten des Zero 2 W und bis auf ein paar kleine Leaks wurde alles gleichzeitig zum offiziellen Release veröffentlicht. Dem User electronupdate reichten diese Informationen jedoch nicht, insbesondere weil viele Internas zum SoC nicht veröffentlicht werden. Der Grund: Der Hersteller des SoC Broadcom verpflichtet seine Kunden zu Stillschweigen über gewisse Details und liefert proprietäre, nicht offengelegte Software für bestimmte Funktionen des SoC. Dieser Umstand ist der Community schon lange ein Dorn im Auge.

Die drei Etagen des Chips und eine erstaunliche Menge an goldenen Bond-Wires

(Bild: electronupdate.blogspot.com)

Electronupdate hat sich deshalb den Raspi Zero 2 W vor die Brust genommen und einem extremen Teardown unterzogen. Dazu hat er unter anderem den SoC seziert und mit einem Mikroskop untersucht. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sowie gefundene Überraschungen und Eastereggs hat er auf Youtube und in seinem Blog veröffentlicht.

Den größten Raum nimmt die GPU mit ihren Videobuffern ein. Links findet man die 4 CPU-Kerne.

(Bild: electronupdate.blogspot.com)

Im Youtube-Video wird weiterhin noch das patentierte und ungewöhnliche Antennendesign genauer beleuchtet.

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(caw)