Defekte Displays: Sammelklage bei Fujifilm X-Pro3

In den USA klagen Nutzer der X-Pro3, weil beide Displays auf der Rückseite oft ausfallen sollen. Anscheinend ist ein Kabel der Grund.

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Ein Symptom laut Gerichtsunterlagen ist ein defektes Statusdisplay.

(Bild: United States District Court, Southern District of New York)

Von
  • Nico Ernst

Fujis X-Pro3 ist nicht nur in ihrem Retro-Design eine tolle Kamera, sie bringt auch gute Leistungen – solange sie durchhält. Offenbar gibt es auch durch die Gestaltung in Anlehnung an Sucherkameras der 1970er und 1980er-Jahre ein Problem mit den beiden Displays. Es gibt nämlich auf der Rückseite der Kamera gleich zwei davon.

Eines ist davon ist der Hauptbildschirm, der im Transportzustand eingeklappt ist, auf der Rückseite seiner Trägerplatte sitzt ein kleines Statusdisplay. An dieser Stelle hatten die analogen Sucherkameras oft einen kleinen Rahmen, in den man ein Stück der Kartons des verwendeten Films einstecken konnte, um dessen Daten stets vor Augen zu haben.

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Wie die US-Webseite Petapixel berichtet, fallen diese beiden Anzeigen, die über ein gemeinsames Kabel angesteuert werden, relativ häufig aus. Und zwar in der Regel erst eines, kurz darauf auch beide. Auch Bildstörungen, wie im Titelbild dieser Meldung zu sehen, treten vorher oft auf – ein typisches Anzeichen für eine defekte Ansteuerung. Wie unter anderem im Fujix-Forum zu sehen ist, scheint das flache, als Folie ausgeführte Kabel für die Displays nach einiger Zeit schlicht zu brechen. Einigen Nutzern wollte Fujifilm die Kamera nicht im Rahmen der Garantie reparieren, aufgerufen wurden Kosten zwischen 300 und 400 US-Dollar.

Petapixel zufolge gibt es daher eine Sammelklage im US-Bundesstaat New York. Die Beschwerdeführer bringen vor allem vor, dass die Kamera mit dem "Pro" im Namen als besonders robust und langlebig beworben würde. Dies geht aus den Gerichtsdokumenten (PDF) hervor. Auch im Test von c't Fotografie fiel das haptisch stabil erscheinende Gerät positiv auf. Über die Jahre scheint es aber hier Probleme zu geben, in den USA kam die X-Pro3 bereits 2019 auf den Markt.

Wie bei den in den USA oft hart geführten Verbraucherschutzklagen fordern die enttäuschten Kunden von Fujifilm nicht nur einen Ersatz für die Kamera, sondern auch Schadensersatz sowie eventuelle Strafzahlungen. Fujifilm in den USA hat auf Anfragen von Petapixel nicht unmittelbar geantwortet – das ist bei solchen Rechtsstreitigkeiten aber nicht ungewöhnlich.

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(keh)