Dell: Inhouse-Storage und Cloud rücken zusammen

Dell will die Vorteile der Cloud mit Datenhaltung im Unternehmen verbinden. Unternehmen sollen so Flexibilität ohne Abstriche beim Datenschutz gewinnen.

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(Bild: Dell Technologies)

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  • Harald Weiss

Am zweiten Tag seiner Hausmesse in Las Vegas kündigte Dell Technologies über 500 Softwareverbesserungen für sein Storage-Portfolio an, die allesamt im dritten Quartal verfügbar sein sollen. Die Updates betreffen die drei Plattformen PowerStore-Appliance, PowerMax für unternehmenskritische Anwendungen und das Software-definierte PowerFlex-Framework. Anwendungsseitig geht es um Erweiterungen in den Bereichen System-Intelligenz, Automatisierung, Datenmobilität, Sicherheit und Cloud-Kompatibilität.

„Die neuen Software-Features erlauben eine schnellere Datenanalyse, besseren Multi-Cloud-Einsatz und eine stärkere Cyber-Resilienz“, sagte Co-COO Jeff Clarke in seiner Keynote. Knapp gesagt, zielen die Updates darauf ab, die Systeme „Cloud-fähiger“ zu machen – vor allem beim Einsatz in hybriden Umgebungen.

Dells Co-COO Jeff Clarke umriss in seiner Keynote die neuen Software-Features.

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Bei PowerStore sind die wichtigsten Updates eine bessere Unterstützung von nativen Dateireplikationen, ein besserer Schutz vor Ransomware sowie ein File-Monitoring bei Zugriffen von Dritten. Weitere Neuheiten sind eine bessere Netzwerkgeschwindigkeit, NVMe-Unterstützung, eine tiefe Integration mit VMware vSphere Virtual Volumes (vVols), virtualisierte SAN/NAS-Arrays und ein besseres Recovery. Laut internen Tests soll das System bei gemischten Workloads eine bis zu 50 Prozent höhere Leistung und eine bis zu 66 Prozent höhere Kapazität erreichen.

Für die PowerStore-Familie verspricht der Hersteller bessere Leistung und mehr Kapazität.

(Bild: Dell Technologies)

PowerMax erhält neue Funktionen wie Multi-Array Smart Provisioning, neue Workload-Optimierung und die Möglichkeit, Daten-Snapshots schnell mit Public-Cloud-Diensten für Backup und Recovery hin und her zu verschieben. Bis zu 65 Millionen solcher Snapshots sollen sich mit dem System managen lassen. Schließlich werden auch die bestehenden Container-Orchestrierungs-Plattformen erweitert, sodass sich On-Premises- mit Cloud-Plattformen in einem einzigen logischen Framework konsolidieren lassen.

PowerMax-Systeme sollen sich künftig besser in Container-Orchstrierungsplattformen einbinden lassen.

(Bild: Dell Technologies)

PowerFlex bietet jetzt einheitliche Block- und File-Funktionen für die einfache Konsolidierung herkömmlicher und containerbasierter Workloads. Das System soll mit File-Support für alle Container-Orchestrierungs-Plattformen von Amazon, Google, Microsoft, Red Hat, SUSE und VMware ausgestattet sein.

(Bild: Dell Technologies)

Für Gartner-Analyst Sid Nag deuten die umfangreichen Updates darauf hin, dass es sich „um eine engere Integration von Cloud- und On-Premises-Storage handelt“. Er sieht das als Reaktion auf den Druck aus besonders stark regulierten Branchen wie Gesundheitswesen und Finanzen. „Cloud-Storage wird in puncto Datenhoheit und Governance bei vielen Branchen zunehmend als bedenklich eingestuft – darauf müssen die Anbieter reagieren“, lautet seine Einschätzung.

„Was Dell jetzt im Grunde macht, ist eine Art Cloudifizierung von On-Premises-Storage, um so die Einfachheit der Cloud-Nutzung mit dem Schutz von In-House-Daten zu verbinden“, erläutert er das Vorgehen. Die neuen Storage-Ankündigungen stehen laut Nag auch mit der Fokussierung auf das As-a-Service-Konzept von Apex zusammen, da hierbei „sehr unterschiedliche Arten der Datenspeicherung nutzungsfreundlich und bedarfsorientiert bereitgestellt werden müssen“.

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(avr)