Desktop-CPU-Gerüchte: Statt "Meteor Lake" legt Intel "Raptor Lake" 2023 neu auf

Intels Fokus bei der CPU-Generation Core i-14000 liegt offenbar auf Notebooks. AMD plant derweil seine neue X3D-Baureihe mit Zen-4-Kernen und viel Cache.

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Intels CPU-Topmodell Core i9-13900K aus der Raptor-Lake-Generation.

(Bild: c't)

Intels aktuelle Prozessorgeneration Raptor Lake alias Core i-13000 könnte uns länger erhalten bleiben als bisher angenommen, zumindest was Desktop-PCs angeht. Gerüchten aus Fernost zufolge will Intel die Nachfolgerbaureihe Meteor Lake 2023 vorerst nur für Notebooks auflegen, während für Desktop-PCs eine Raptor-Lake-Neuauflage mit 100 bis 200 MHz höheren Taktfrequenzen erscheinen soll.

Vorher bringt Intel allerdings noch den selektierten Core i9-13900KS mit einem 6-GHz-Turbo in den Handel. AMD versprach bereits Ryzen-7000-Modelle mit gestapeltem 3D-V-Cache als Nachfolger für den Ryzen 7 5800X3D. Abseits von Zen-4-CPUs für Notebooks dürfte von AMD ansonsten nicht viel Neues 2023 kommen – für neue Generationen benötigt die Firma in der Regel 1,5 bis 2 Jahre.

Intel legte den Fokus bei den Ankündigungen zu Meteor Lake tatsächlich stets auf Notebooks, etwa mit Bildern entsprechender Vorserien-CPUs. Sämtliche Leaks sprachen bisher von Meteor-Lake-Modellen mit maximal sechs Performance- und 16 Effizienzkernen. Bei Desktop-PCs entspräche das einem Rückgang von zwei Performance-Kernen, wenn selbst die Core-i9-Versionen mit dieser Ausbaustufe erscheinen würden. Um dieses Manko auszugleichen, müsste die Rechenleistung pro Kern deutlich steigen – oder Intel geht das Ganze im Desktop ganz anders an.

Laut "EMS_Official" (früher "Enthusiast Citizen") auf der chinesischen Bilibili-Plattform, der in den vergangenen Monaten schon mehrfach korrekte Informationen vorab veröffentlichte, soll Meteor Lake im Jahr 2024 Intels Einsteiger- und Mittelklasse für Desktop-PCs bilden. Fürs High-End sieht der Hersteller demnach die Nachfolgegeneration Arrow Lake mit modernerer Fertigungstechnik und verbesserter Architektur vor. Die Leistungsklassen Core i9, i7, i5 und i3 würden sich dann nicht mehr nur durch Kernanzahl, die Cache-Größen und Taktfrequenzen unterscheiden.

Im Fluss scheint sich derweil die Wahl der Fertigungsprozesse zu befinden. Intel selbst stellte bei Arrow Lake bereits einen Mix aus eigener 20A-Fertigung und TSMCs 3-Nanometer-Prozess (N3 oder N3E) in Aussicht. "Enthusiast Citizen" schließt sich nun vorangegangenen Leaks an, wonach Intel die Chiplets für die Desktop-Modelle womöglich komplett bei TSMC produzieren lässt und die eigene 20A-Fertigung nur bei Notebook-CPUs einsetzt. Das ergäbe zum Beispiel dann Sinn, wenn TSMC größere CPU-Chiplets mit mehr Rechenkernen bei besserer Ausbeute fertigen kann oder wenn Intel insgesamt mehr Fertigungskapazität haben will.

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