Desktop-Grafikkarten: AMD Radeon knöpft Nvidia GeForce kleinen Marktanteil ab

Marktforscher Jon Peddie Research (JPR) erwartet, dass Intel bis Mitte 2021 erste Grafikkarten für Endkunden anbieten wird.

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(Bild: c't)

Von
  • Mark Mantel

Im dritten Quartal 2020 hat AMD den eigenen Grafikkartenmarktanteil leicht ausbauen können. Marktforscher Jon Peddie Research (JPR) geht von 23 Prozent bei Radeon-Modellen aus, entsprechend stand Nvidia in dem Zeitraum bei 77 Prozent. Im zweiten Quartal 2020 lag die Verteilung noch bei 22 zu 78 Prozent.

Den Marktanteil vom letzten Jahr erreicht AMD allerdings noch längst nicht – auf 27 Prozent kam der Chiphersteller zu dem Zeitpunkt. Die Grafikkartenserie Radeon RX 6000 ist vielversprechend, um Nvidia in der Oberklasse Paroli bieten zu können, muss aber erst einmal breit verfügbar sein, um Marktanteile erobern zu können.

JPR geht von einem wachsenden Gaming-Markt aus, der insbesondere zu Zeiten der Coronavirus-Pandemie stark ist. Verglichen mit dem Vorjahr wurden im dritten Quartal 2020 gut 9 Prozent mehr Grafikkarten verkauft; zusammen kamen sie auf einen Umsatz von 4,2 Milliarden US-Dollar beziehungsweise knapp 3,5 Milliarden Euro exklusive Mehrwertsteuer.

Für einen leichten Anstieg der Verkäufe sorgte offenbar das Schürfen von Krypto-Währungen, das zuletzt 2017 boomte und damals für erhebliche Lieferengpässe sorgte. Grund zur Besorgnis weckt der JPR-Bericht allerdings nicht: "Es könnte einige wenige Verkäufe an Krypto-Miner gegeben haben", heißt es.

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Der Marktforscher geht derweil davon aus, dass Intel bis Mitte 2021 erste Grafikkarten für Endkunden anbieten wird. Die erste eigenständige Xe-GPU verkauft Intel ausschließlich an Desktop-PC- und Notebook-Hersteller – entsprechende Systeme sind bis dato aber kaum zu bekommen. Kommendes Jahr folgt der Grafikchip Xe HPG für Spieler mit mehr Leistung und externer Fertigungstechnik, womöglich von TSMC. Intel selbst nannte bisher nur grob 2021 als Vorstellungszeitraum.

(mma)