"Deus Ex Go": Embracer nimmt Käufern Mobilspiel weg

Wer das Handyspiel "Deus Ex Go" gekauft hat, kann es bald nicht mehr spielen: Ab dem 4. Januar kann der Titel nicht mehr gestartet werden.

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(Bild: Embracer Group)

Die schwedische Spielefirma Embracer Group stampft das Mobilspiel "Deus Ex Go" komplett ein. Der Titel wird ab dem 4. Januar nicht mehr in den Stores von Android und iOS verfügbar sein. Schlimmer noch: Wer das Spiel gekauft hat, kann es nach dem Stichtag nicht mehr öffnen. Schon jetzt wird das Spiel nicht mehr zum Kauf angeboten.

Es gibt dann also keinen Weg mehr, "Deus Ex Go" zu spielen. Der Mobilableger der beliebten "Deus Ex"-Reihe war 2016 für Android und iOS zu einem Preis von 5 Euro auf den Markt gekommen, zuletzt kostete das Spiel sogar 6 Euro. Auf diesen Kosten bleiben Käuferinnen und Käufer nun sitzen.

Embracer hat den strittigen Schritt auf Twitter angekündigt. Neben "Deus Ex Go" werden auch die Mobilspiele "Arena Battle Champions", "Hitman Sniper: The Shadows" und "Space Invaders: Hidden Heroes" unspielbar. Alle dieser Titel waren zwar grundsätzlich kostenlos spielbar, gekaufte Zusatzinhalte gehen aber ebenfalls mit den Spielen verloren. Ingame-Käufe werden nicht zurückerstattet, stellte Embracer auf Twitter klar.

"Deus Ex Go" wurde von Square Enix Montreal entwickelt. Das Studio gehörte zu dem Paket aus Marken und Abteilungen, das die schwedische Embracer Group der japanischen Spieleschmiede Square Enix im Mai für 300 Millionen US-Dollar abgekauft hat. Seitdem wurde Square Enix Montreal erst umbenannt und dann geschlossen. Einige der ehemaligen Angestellten sollen beim Studio Eidos-Montréal untergekommen sein. Laut Bloomberg-Journalist Jason Schreier wurde das Mobilstudio geschlossen, weil sich Embracer auf die Entwicklung von PC- und Konsolenspielen konzentrieren möchte.

Dass der Support für Videospiele eingestellt wird, ist nicht ungewöhnlich. Es passiert ebenfalls häufig, dass Spiele nicht mehr verkauft werden. Dass allerdings bereits erworbene Spiele komplett unspielbar werden, ist in der Spielebranche eine absolute Ausnahme. 2013 wurde das Online-Spiele "Order Of War: Challenge" komplett von Steam gelöscht, berichtet Forbes. Weitere Fälle von namhaften Spielen sind aber nicht bekannt.

(dahe)