Deutsch-britischer Chipentwickler Dialog Semiconductor legt zu

Die Nachfrage nach Chips wie Power-Management-Controllern ist hoch, wovon auch der Chipentwickler Dialog Semiconductor mit deutscher Niederlassung profitiert.

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(Bild: cherezoff / Shutterstock.com)

Von
  • Mark Mantel
  • mit Material der dpa

Chipentwickler Dialog Semiconductor hat im vierten Quartal dank einer hohen Nachfrage deutlich zugelegt. Dabei profitierte das Unternehmen unter anderem von einem hohen Halbleiterbedarf für (Bluetooth-)Kopfhörer, Fitness-Tracker, digitale Uhren, Notebooks und Tablets, wie Dialog Semiconductor am Mittwoch in London mitteilte.

Dialog Semiconductor unterhält auch eine große Niederlassung in Kirchheim unter Teck, Baden-Württemberg, als EU-Hauptsitz, damit die Aktie trotz Brexit weiter an der Frankfurter Börse gehandelt werden darf. Zu den Hauptgeschäftsfeldern zählen integrierte Schaltungen fürs Power-Management (PMICs), etwa von Prozessoren in Mobilgeräten und Autos. Zudem baut Dialog Semiconductor unter anderem Display-Treiber für Hintergrundbeleuchtungen, Chips für WLAN und Bluetooth, Audioverstärker, Sensoren und spezialisierte Mixed-Signal-Schaltungen (ASICs).

Der Umsatz stieg im vierten Quartal 2020 um 15 Prozent auf rund 439 Millionen US-Dollar (364 Millionen Euro). Ohne den im vergangenen Jahr übernommenen IoT-Spezialisten Adesto lag das Wachstum bei 10 Prozent. Im Schlussquartal sei es dabei wegen der branchenweiten Kapazitätsengpässe zu Beeinträchtigungen bei der Bedienung der erhöhten Kundennachfrage gekommen, hieß es.

Das bereinigte operative Ergebnis legte um 21 Prozent auf 110,5 Millionen US-Dollar zu und lag damit leicht über den Erwartungen der Analysten. Unterm Strich verdiente Dialog Semiconductor mit 57,8 Millionen US-Dollar 29 Prozent mehr. Betrachtet man das Gesamtjahr 2020, war der Umsatz mit 1,4 Milliarden US-Dollar rückläufig. Schuld war ein Umsatzeinbruch im zweiten Quartal 2020 aufgrund der Unsicherheit rund um die Coronavirus-Pandemie.

Die Börse nahm die Geschäftszahlen mit einem minimalen Minus auf rund 64 Euro pro Aktie auf. Der britische Chipentwickler steht derweil vor der Übernahme durch den japanischen Halbleiterhersteller Renesas Electronics, der für das Unternehmen rund 4,9 Milliarden Euro auf den Tisch legen will.

(mma)