Deutsche Firmen gespalten: Nur knapp die Hälfte will die Gaia-X-Cloud nutzen

Rechtssicherheit, hohe Standards für IT-Security und souveräner Datenaustausch überzeugen laut Bitkom-Umfrage insbesondere größere Unternehmen von Gaia-X.

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Mit Gaia-X soll Europa eine "leistungs- und wettbewerbsfähige, sichere und vertrauenswürdige Dateninfrastruktur" erhalten.

(Bild: dpa, Matthias Balk/dpa)

Von
  • Philipp Steevens

Bitkom sieht in den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage zu Gaia-X Diensten eine große Befürwortung des europäischen Cloud-Projekts. Insgesamt gaben 46 Prozent aller befragten 604 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern an, den Einsatz von Gaia-X-Diensten zu planen oder darüber nachzudenken. 43 Prozent gaben hingegen an, den Einsatz von Gaia-X nicht in Betracht zu ziehen. 11 Prozent hatten sich zum Zeitpunkt der Befragung noch keine Gedanken dazu gemacht. Für die Nutzung von Gaia-X sprächen laut der Umfrage Rechtssicherheit beim Datenschutz, hohe Standards für IT-Sicherheit und der souveräne und vertrauensvolle Datenaustausch.

(Bild: Bitkom)

Auffällig ist der Begeisterungsunterschied zwischen großen und kleinen Unternehmen. Von den Betrieben mit 20 bis 99 Beschäftigten planen bisher nur 12 Prozent den Einsatz von Gaia-X, bei Firmen mit 100 bis 499 Beschäftigten sind es 18 Prozent. Dementgegen planen 32 Prozent der Unternehmen ab 500 Mitarbeitern einen konkreten Einsatz. Unabhängig von der Unternehmensgröße bewegt sich das eventuelle Interesse zwischen 32 und 37 Prozent. Für die Mehrheit der befragten kleinen Unternehmen ist Gaia-X kein Thema (46 Prozent).

(Bild: Bitkom)

Derzeit scheinen europäische Unternehmen ihren internationalen Konkurrenten in Sachen Digitalisierung hinterherzuhinken, insbesondere die deutsche Verwaltung ist ein Nachzügler. Bitkom-Präsident Achim Berg sieht den Mehrwert der Gaia-X-Projekte als ausschlaggebend für den Erfolg der Cloud. Sollten sich deren Dienste auf dem Markt durchsetzen, dann könne Gaia-X "einen entscheidenden Beitrag dazu liefern, Resilienz, Datensouveränität und digitale Souveränität in der EU zu erhöhen", so Berg. Die ersten auf Gaia-X basierenden Produkte sollen noch 2022 auf den Markt kommen.

Weitere Informationen lassen sich der Pressemitteilung von Bitkom entnehmen.

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(pst)