Deutsche Telekom: UMTS wird im Sommer 2021 abgeschaltet

Die Deutsche Telekom will ihr 3G-Netz im Sommer des kommenden Jahres abschalten – gleichzeitig mit Vodafone. O2-Kunden haben länger Zeit.

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(Bild: Deutsche Telekom)

Von
  • Daniel Herbig

Das 3G-Netz (UMTS) der Deutschen Telekom wird ab dem 30. Juni 2021 abgeschaltet. Das teilte der Mobilfunkanbieter mit. Die dadurch frei werdenden Frequenzen will die Telekom demnach nutzen, um ihre 4G- (LTE) und 5G-Netze weiter auszubauen. Bereiche, die bisher nur über 3G abgedeckt waren, sollen außerdem mit 4G versorgt werden.

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Zuvor hatte die Telekom lediglich angegeben, dass das UMTS-Netz bis Ende 2021 abgeschaltet werden soll. Der nun exakte Termin stimmt mit dem des Konkurrenten Vodafone überein, der sein 3G-Netz ebenfalls Ende Juni abschalten möchte. Etwas länger haben möglicherweise Nutzer eines 3G-Tarifs von O2 Zeit: Betreiber Telefónica hat sich bisher nicht auf einen festen Abschalttermin festgelegt. Das Unternehmen will sein 3G-Netz bis spätestens Ende 2022 abschalten.

In Vorbereitung auf das UMTS-Aus hat die Telekom alle Prepaid-Tarife der Tochter Congstar mit LTE ausgestattet. "Nahezu alle" Tarife der Telekom umfassen laut Anbieter mittlerweile 4G, die übrigen sollen ebenfalls rechtzeitig umgestellt werden. Laut dem Jahresbericht der Bundesnetzagentur wurden Ende 2019 nur 55 Prozent der aktiv genutzten SIM-Karten im LTE-Netz eingesetzt.

Geräte, die nicht LTE-fähig sind, können nach dem 3G-Aus weiterhin über den Vorgängerstandard 2G im Internet surfen. Weil damit nur sehr niedrige Geschwindigkeiten möglich sind, rät die Telekom zum Kauf eines neueren Geräts mit LTE-Unterstützung. Über das 2G-Netz werden außerdem weiterhin Telefonate möglich sein.

Die für das 3G-Netz nötigen Frequenzen wurden im Jahr 2000 versteigert. Knapp 100 Milliarden D-Mark legten Netzbetreiber für sie auf den Tisch. Die Auktion für 5G-Frequenzen wurden dagegen für insgesamt 6,55 Milliarden Euro versteigert. Nun werden die 3G-Frequenzen für 4G und 5G umgewidmet.

(dahe)