"The Wandering Village": Aufbaustrategie gewinnt Deutschen Entwicklerpreis

Das beste Spiel beim Deutschen Entwicklerpreis 2022 war ein Titel aus der Schweiz: "The Wandering Village" konnte die Jury in mehreren Kategorien überzeugen.

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(Bild: Stray Fawn Studio)

Das Aufbaustrategiespiel "The Wandering Village" wurde beim Deutschen Entwicklerpreis 2022 als bestes deutsches Spiel ausgezeichnet. Der Titel kam am 14. September als Early-Access-Spiel zu Steam – bis heute ist es also streng genommen noch nicht fertig. "The Wandering Village" setzte sich in der Hauptkategorie gegen das Weltraumspiel "Chorus" und "Lego Bricktales" durch.

In "The Wandering Village" bauen Spielerinnen und Spieler ihre Enklave auf dem Rücken einer wandernden Riesenkreatur. Dort haben Überlebende der Apokalypse Zuflucht gefunden, indem sie Gebäude errichten, Technologien erforschen und sich gegen Parasiten zur Wehr setzen.

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Entwickelt wird "The Wandering Village" vom Schweizer Studio Stray Fawn mit Sitz in Zürich, das bereits Titel wie "Nimbatus" und "Niche" entwickelt hat. Neben dem Hauptpreis gewann "The Wandering Village" auch den Preis für die beste technische Leistung. Der Innovationspreis ging ebenfalls an das Aufbaustrategiespiel. Die Auszeichnungen wurden bei einer Live-Veranstaltung in Köln vergeben, bei der erstmals nach zwei Jahren Online-Veranstaltung wieder Publikum vor Ort war.

"Lego Bricktales" gehört zu den weiteren Gewinnern des Abends: Das Kreativspiel konnte sich zwar in der Hauptkategorie nicht durchsetzen, gewann dafür aber die Preise für das beste Casual Game, das beste Game Design und die beste Grafik. Entwickelt wurde das Lego-Spiel vom Studio Clockstone aus Innsbruck.

Im vergangenen Jahr hatte das Aufbauspiel "Dorfromantik" die Hauptauszeichnung gewonnen. Der Mix aus Kartenlegespiel, Aufbausimulation und Brettspiel ist das Erstlingswerk des Berliner Indie-Studios Toukana Interactive. 2020 war das Strategiespiel "Iron Harvest" des Bremer Studios King Art als großer Gewinner aus der Veranstaltung hervorgegangen.

Der Deutsche Entwicklerpreis wird seit 2004 vergeben und vom Land NRW sowie der Stadt Köln gefördert. Bei der Wahl der Preisträger steht nicht der kommerzielle Erfolg im Vordergrund, sondern neue Spielideen, technische Innovationen und spielerische Qualitäten in Videospielen. Die Jury besteht neben Journalisten zu einem großen Teil aus Entwicklerinnen und Entwicklern von deutschen Studios. Zu den Sponsoren gehören neben den Rocket Beans auch Ubisoft sowie der Verband der deutschen Games-Branche game.

(dahe)