Die Corona-Warn-App im Podcast von Mac & i

Im Gespräch mit dem Projektleiter bei SAP beleuchtet die neue Folge des Mac & i-Podcasts die Corona-Warn-App – und was als nächstes geplant ist.

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Keine App hat in den letzten Wochen für mehr Diskussionen gesorgt als die Corona-Warn-App. Als eine der ersten Corona-Apps weltweit baut das von den Konzernen SAP (App-Programmierung) und Telekom / T-Systems (Infrastruktur, Sicherheit, Support) umgesetzte Projekt auf Apples und Googles in iOS und Android integriertes Exposure-Notification-Framework auf.

Bis heute steht die Corona-Warn-App an der Spitze der Download-Charts im App Store Deutschland und zählt inzwischen auf beiden Plattformen über 15 Millionen Downloads. Knapp 390 Nutzer der App haben darüber bislang eine Covid-19-Infektion gemeldet, wie Martin Fassunge, Projektleiter der Corona-Warn-App bei SAP in Episode 6 des Apple-Podcasts von Mac & i erklärt. In der jüngsten Folge des Podcasts begrüßt Stephan Ehrmann neben Fassunge auch den Pressesprecher von SAP, Hilmar Schepp, sowie den Comoderator, Mac & i-Autor und dpa-Chefkorrespondent für Digitales, Christoph Dernbach.

Die App sei von iPhone-Nutzern bislang besser angenommen worden, erläutert Fassunge, in Apples App Store hat sie eine Bewertung von 4,6 von 5 möglichen Sternen. Auf der sehr unterschiedlichen Android-Hardware gebe es mehr Bugs, auch die durch das Betriebssystem bedingte Freigabeanforderung für die Ortungsdienste schrecke manche Nutzer dort ab – die App benötigt sie für den Zugriff auf die Bluetooth-Schnittstelle, erfasst den Standort aber nicht. Häufige Fehlermeldungen in der iPhone-App sind auf Apples Schnittstelle zurückzuführen und werden erst durch ein System-Update ausgeräumt, noch befindet sich iOS 13.6 im Betatest.

Bei der Weiterentwicklung der Corona-Warn-App liegt der Fokus derzeit auf der Interoperabilität mit anderen europäischen Corona-Apps, die ebenfalls auf das Apple/Google-Framework setzen, sagt Fassunge im Mac & i-Podcast – nur dann sei ein Zusammenspiel möglich. Das ist inzwischen in den meisten Ländern rund um Deutschland der Fall oder geplant – mit der großen Ausnahme Frankreich, das Land setzt auf eigene Technik.

Zu den weiteren geplanten Funktionsneuerungen gehört eine Anpassung der Bluetooth-Scanfrequenz je nach Umgebungsbedingungen, um etwa in einer Menschenschlange häufiger die Bluetooth-IDs anderer Geräte zu erfassen, allein zu Hause aber weniger zu funken und damit Akkukapazität zu sparen.

Im Gespräch geht es auch um die technischen und politischen Herausforderungen, Unterschiede bei der Akzeptanz zwischen iPhone- und Android-Nutzern, geplante neue Funktionen sowie die unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit mit den US-Konzernen Apple und Google.

Mac & i – der Apple-Podcast

Die Redakteure von Mac & i beschäftigen sich jeden Monat mit Apple-Produkten, -Betriebssystemen und dem Drumherum, stellen Testergebnisse vor und geben Tipps.

In Heft 3/2020 schildert Mac & i die Vorgeschichte mit dem bizarren Streit um die zentrale oder dezentrale Datenspeicherung und erläutert, wie die App bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie helfen soll.

Die ganze Folge zur Corona-Warn-App als Audio-Stream zum Anhören und Herunterladen:

Zur Corona-Warn-App siehe auch:

Den Apple-Podcast von Mac & i können Sie per RSS-Feed (Audio oder Video) mit der Podcast-App Ihrer Wahl abonnieren. Sie finden ihn zum Ansehen oder Anhören auch in Apples Podcast-Verzeichnis (Audio oder Video), bei YouTube und Spotify.

Eine neue Folge des Apple-Podcasts von Mac & i erscheint jeweils im Monatsrhythmus. In der vorausgegangenen fünften Episode ging es darum, wie man sich per NAS oder Mac eine private Cloud einrichtet. Folge 4 befasste sich mit dem Thema Was an Apple nervt und wie das Kunden und Entwickler sehen. In der dritten Folge ging es um das Multitalent iPad und die Frage, wann es ein MacBook ersetzen kann. Die zweite Folge befasste sich mit Tricks zu Finder & Co, um mehr aus dem Mac herauszuholen. In der ersten Folge wurde Apples neuer Mac Pro besprochen und wie man diesen selbst aufrüstet statt Apples teure Hardware-Upgrades zu bestellen. (lbe)