Die Fusion zwischen PSA (Opel) und Fiat Chrysler (FCA) könnte sich verzögern

Nachdem die EU-Kommission ihre Deadline für die vertiefte Prüfung aufgehoben hat, könnte es im Zeitplan der Megafusion der Autokonzerne zu Verspätungen kommen.

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Der Opel Mokka kommt Anfang 2021 als E-Auto von PSA

(Bild: Opel)

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  • dpa

Die Megafusion zwischen den großen Autokonzernen PSA und Fiat Chrysler (FCA) zu einem Unternehmen namens Stellantis könnte später kommen, nachdem die EU-Kommission ihre Deadline für die vertiefte Prüfung vorläufig aussetzte. Das veröffentlichte die Brüsseler Aufsichtsbehörde am heutigen Mittwoch.

Die Frist der Kommission, um das Vorhaben genauer daraufhin zu untersuchen, ob es dem Wettbewerb in der EU schadet, lief zuletzt bis 13. November. Die Behörde hat nach der Entscheidung zur tiefgreifenden Prüfung 90 Tage Zeit für eine Entscheidung, die Zeit dafür war aber zwischenzeitlich auch schon einmal um 15 Arbeitstage verlängert worden. Hintergrund war die Befürchtung, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb auf dem Markt für Lieferwagen einschränken könnte.

Einen konkreten Grund für die Aussetzung der Deadline nannten die Aufseher nun nicht. Oft setzen die Kartellwächter die Fristen aus, um weitere Informationen von den beteiligten Firmen einzuholen. PSA mit den Marken Peugeot, Citroën, Opel und DS sowie FCA hatten ihre Fusion im Dezember beschlossen. Damit soll der viertgrößte Autohersteller der Welt entstehen. Fiat Chrysler und PSA setzten vor der Covid-19-Pandemie zusammen rund 8,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr ab und hatten einen Umsatz von 170 Milliarden Euro. Derzeit rechnen die Unternehmen mit einem Abschluss des Deals im ersten Quartal 2021.

(fpi)