Die Uhr tickt für Apples Lightning-Kabel: USB-C ist ab 28.12.2024 vorgeschrieben

Die EU legt Ende Dezember übernächsten Jahres fest für ein einheitliches Ladekabel. Ein neues iPhone im September 2024 könnte noch darauf verzichten.

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USB-C-Buchse am roten Kabel

(Bild: megaflopp/Shutterstock.com)

Von
  • Frank Schräer

Das einheitliche Ladekabel für Elektrogeräte in der EU hat einen festen Termin bekommen. Ab 28. Dezember 2024 müssen alle neu auf den Markt kommenden mobilen elektronischen Geräte mit einer USB-C-Buchse ausgestattet sein, wenn sie per Kabel aufgeladen werden. Das hat die Europäische Union diese Woche mit der Veröffentlichung einer verbindlichen Direktive jetzt offiziell festgezurrt.

Zuvor hatte die EU lediglich von einer Umsetzung der Anfang Oktober vom EU-Parlament beschlossenen USB-C-Vorschrift bis Ende 2024 gesprochen, ohne einen genauen Tag zu nennen. Der Beschluss selbst wird am 27.12.2022 offiziell, aber die Hersteller haben mit der Umsetzung noch bis zum 27.12.2024 Zeit. Erst am Tag darauf müssen etwa neue Handys auf USB-C als Ladebuchse setzen.

Das gilt zunächst für Smartphones, Tablets, tragbare Lautsprecher, Digitalkameras, Kopfhörer, Headsets, mobile Spielkonsolen, E-Reader, Tastaturen, Computermäuse, tragbare Navigationssysteme und die Ladeboxen von In-Ear-Kopfhörern. Ab April 2026 sollen USB-C-Anschlüsse dann auch für Notebooks Pflicht werden. Geräte, die ausschließlich kabellos geladen werden, können allerdings auf USB-C verzichten.

Das einheitliche Ladekabel soll nach Auffassung der EU unter anderem Elektroabfälle reduzieren. Nach Angaben der EU-Kommission entstehen jährlich etwa 11.000 Tonnen Elektroabfall durch Ladekabel an, davon könne die USB-C-Regelung knapp 1000 Tonnen einsparen. Daneben soll das einheitliche Ladekabel die Aufsplitterung des Marktes verhindern.

Fast alle großen Hersteller bringen ihre Geräte bereits seit Jahren mit USB-C-Anschlüssen in den Handel. Apple ist dabei die große Ausnahme: iPhones sind noch mit dem proprietären Lightning-Anschluss ausgestattet. Apple hat den Vorstoß der EU in als innovationsfeindlich bezeichnet, wird sich dem EU-Beschluss aber fügen müssen. Ende Oktober erklärte ein Apple-Manager, man habe "keine andere Wahl" als dem USB-C-Dekret der EU zu folgen.

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Der Termin Ende Dezember für USB-C überlässt Herstellern wie Apple aber noch den Herbst und das Weihnachtsgeschäft 2024 für ihre eigenen Lösungen. Üblicherweise bringt Apple im September jeden Jahres eine neue Generation von iPhones auf den Markt.

(fds)